SCHWIMMEN. Todesfall. Mit Erwin Richter, 86, dem Schwimm-Mathematik-Professor, ist ein Pionier moderner Trainingsmethoden nach langem, schweren Leiden verstorben. Freund Erwin, den ich in den frühen 60er-Jahren im alten Kult-Dianabad begegnet bin und der mir indirekt den Weg zur Journalistenlaufbahn bereitet hat, verhalf vielen seiner Schützlinge zu Titenl, Oympia- und EM-Limits m(WM erst ab 1973) wie etwa Delfin-Meisterschwimmer Dr. Volker Deckardt, der zahlreiche Rekorde gebrochen, in Tokio nahe Bestzeit gveschwimmen und im Juristen- und Immo-Leben danach große Karriere gemacht.

Wie viele Pioniere und Trendsetter, hat auch der einstige Trainer-Revoluzzer Richter da und dort aufs falsche Pferd gesetzt wie mit dem Krafttraining in seinen jungen Betreuerjahren, weil das auch die damals dominanten Ostblockschwimmer betrieben hatten. Seine Schwimmer: Innen waren sogar bei Wiens Gewichtheber-Meisterschaften in der Kraftsporthalle Hernals nicht nur dabei, sondern standen im Reißen, Drücken (gab’s damals noch) und Stoßen neben Spezialisten mitunter sogar auf dem Podest. Das Übermaß an Kraft und Muskelmasse erwies sich allerdings im Schwimmen eher als schwerer Rucksack, was Erwin als Vereins-, Gymnasium- und Nationatrainer später auch relativierte und korrigierte.
Der Vater der erfolgreichen Wasserspringer Anja (EM-Silber vom Turm in Budapest 2006, EM-Dritte 1999 und Olympiavierte 2000 in Sydney mit Marion Reiff) und Jürgen Richter (Ö-Meister, EM, WM) übersiedelte nach Wr. Neustadt, um dort das danals neue, inzwischen keine Topschwimmer: Innen mehr hervorbringende Schwimmgymnasium mit 25-m-Halle zu führen. Zwischendurch verkaufte Richter am Floh- und Trödelmarktmarkt am Hof in Wien römische Fundstücke, die er bei Ausgrabungen in der Slowakei entdeckt und gewsichert hatte. Dort hielt er, schin Kfrebs geplagt, die Stellung, solange er noch keine Betreuung benötigte, die ihn an Wr. Neustadt festband. Seine zweite Frau Olga aus Bratislava, einst Kraul-Europarekordlerin, ist Erwin nicht lange nach beider um Jahrzehnte verspäteten Hochzeit im hohen Alter im Tod vorausgegangen. Ich werde den tollen Trainer und den ebenso tollen Menschen stets in ehrender Erinnerung behalten. Lieber Freund Erwin, R.I. P.
FUSSBALL. Das Afrika-Cup-Finale in der marokkanischen Hauptstadt Rabat geht mit drm größten Skandal, den es jemals in einem Endspiel gegen hatte. Die schlussendlich vorläufigen 1:0-Sieger aus Senegal waren nämlich aus Protest gegen ein von ihnen erzieltes, aber wegen Stürnerfouls annullierten Tores und einem (zurecht) diktierten Elfer für die Gsstgeber suf Befehl Ihres Trainers Papa Thiaw abgetreten. Erst der ehemalige Salzburg-Star Sadio Mane holte in seinem letzten Teamspiel die in die Kabine verschwundene Mitspieler zurück aufs Spielfeld. Durch die Unterbrechung von einer Viertelstunde, die der ansonsten bei allem Trubel korrekte und kühle Referee geduldet hatte, verlor just der Cup- Schützenkönig Brahimi Diaz die Nerven, schoss dem hünenhaften, aber auch protestierenden Schauspieler- Torhüter Mendy direkt in die Hände. Fast im Gegenzug kassierten die Marokkaner das fatale Gegentor (offiziell 94.) Der Ausgkeich für die eher defensiv eingestellten Nordafrikaner prallte von der Latte zurück. Senegal verteidigte das 1:0 mit Mann und Maus, hätte aber aus einem Konter eigentlich das 2:0 nachen müssen, als einer der Eingewechselten einen kurz abgewehrten Schuss auf das inzwischen leere Tor nicht verwandeln konnte. Wie die Fifa post festum reagieren wird, scheint offen. Der umstrittene, von vielen Seiten als korrupt beschriebene Präsident Infantino war jedenfalls Augenzeuge des Riesenskandals. Senegals zweiter Afrika-Cup könnte am grünen Tisch noch revidiert werden, Wer weiß schon, wie die Obrigkeit tickt….
SKI ALPIN. Weltcup-Slalom der Herren, Wengen (Lauberhorn): Wieder Triple-Triumph der Norweger mit dem Vorjahrssieger Atle Lie McGrath als erfolgreichen Titelverteidiger vor dem Norge-Passbrasilianer Pinheiro Braathen (Sieger 2021) und Henrik Kristoffersen. Hinter dem Schweizer Meillard, dem vierten Elch Timon Haugan und dem Swiss-Ski-Senssationsmann Matthias Iten (Nr. 59), der von Platz 23 auf 6 fuhr, landete der Olympiadritte von Korea 2018, Michael Matt, mit einem guten, aber nicht fehlerfreien zweiten Lauf an der 7. Stelle, erstmals diesen Olympiawinter unter den Top 10, die der Halbzeitsiebente Manuel Feller als Elfter nach einem.kapitalen Fehler. Der nach Kreuzbandriss um seine Form und Olympianorm kämpfende Ex-Vizeweltmeister Adrian Pertl gab auf dem mit Wasser präparierten, schwierigen Hang mit Platz 14 ein kräftiges Lebenszeichen, der auch schon Mittzwanziger Joshua Sturm aus dem Pitztal schaffte als 16. sein bisher bestes Slalom-Weltcupresultat. Trotz zwischendurch schneller Schwünge, aber eines sturznahen Fehlers halber kam Doppelolympiasieger Johannes Strolz nicht über den 28. und letzten Platz der klassierten Fahrer hinaus. Er braucht in Kitz einTop-Resultat für Olympia.
Weltcup-Super-G der Damen am umnebelten Monte Lussari bei Tarvis. Auch nahe der östereichischen Grenze war für Rotweißrot nichts zu gewinnen außer der Erkenntnis, dass es nach Dezember-Erfolgen wie mit dem Hütter-Sieg in Val d´Isere im Speedbereich den Bach runtergeht. Die ratlosen ÖSV-Damen spielten nur Edelstatisten beim Showdown zwischen der jetzt zweifachen Saisonsiegerin Emma Aicher, Deutsche aus Schweden mit eidgenössischer Ausbildung (Engelberg, wo auch Odi lernte), und dem 41jährigen US-Altspatzen Lindsey Vonn, die in diesem Winter schon zum 8. Mal aufs Podest fuhr mit der jetzt zweifachen Podestlä877uferin Miradoli aus Frankreich auf Platz drei. Beste Östereicherin war die Olympiazweite von Peking, Miriam Puchner, als Neunte, die mit Conny Hütter (12.), Abfahrtsspezialistin Nina Ortlieb (17.) und der mittlerweile schwächelnden Ariane Raedler (18.) ein noch schlimmeres Debakel verhinderte. Die Super-Premieren- Siegerin Alice Robinson schlug im Versuch, das letzte Tor doch noch zu passieren, einen spektakulären Salto uns Ziel, der sichtlich schmerzhafte Spuren hinterließ. Wir müssen auf Diagnosen warten, ob undbwenn welche Verletzung sie dabei savongetragen haben könnte. Vortagssiegerin Nicol Delago aus St. Ulrich in Gröden schied ebenso aus wie die zuletzt wieder stärkere slowenische Exweltmeisterin Ilka Stuhec oder die andorranische Wundertüte Cande Moreno.
Europacup der Herren, Pass Thurn: Beim Sieg des Schweizers Zulauf vor dem Franzoen Caillot und dem Deutschen Roesle kam mit Comeback-Kid Felix Hacker nur ein einziger ÖSV-Läufer unter die Top 10. Weiters: 15. Bachler 16. Wieser 17. Tritscher. Der Europacup-Tross übersiedelt heute nach in die Schranz-Heimat St. Anton am Arlberg, wo Montag und Dienstag weitere Speedrennen ausgetragen werden. Neue Rennen, vielleicht neues Glück (?) für den darbenden ÖSV-Nachwuchs, um ins Rampenlicht zu fahren.
FIS-Rennen an der Nebenfront: Font Romeu, Pyrenäen: Damen-Slalom: Die Argentinierin Aguste Poklekovic gewann nach dem Riesenslalom auch den Slalom, wobei sie im Finale vom 3. auf den 1. Platz vor zwei Französinnen, einigen Spanierinnen und Andorannerinnen carvte. Was das wert ist, wird sich spätestens bei den Olympiarennen in Cortina zeigen. Die einstigen Exoten auch aus südländischen Regionen haben längst begonnen, uns als ehemalige Lehrmeister links und rechts ein- oder gar zu überholen.
FREESTYLE. Snowboard. Waterville Valley, USA, Ostküste, Slopestyle-Weltcup : Doppelolympiasiegerin Amna Gasser feierte mit einem Podest (3) ein gelungenes Comeback nach ihrer Schulter-OP im November.
SKISPRINGEN. Weltcup in Sapporo, 2, Tag: Der Überflieger Domen Prevc aus aus Slowenien feierte seinen bereits 9, Saisonsieg vor Lokalmatasdor Ryuyo Kobayashi und dem ÖSV-Trio Tschofenig, Fettner (40) und Hörl. Nach der Quali-Disqualifikation von Stefan Kraft (Anzuggröße), der ersten eines Österreichers, rundeten der wieder erstarkte Maximilian Ortner (7.) und Teenager Embacher (8.) den Massiven Teamerfolg ab, der langsam im Weltcup überforderte Trainersohn Jonas Schuster musste sich mit Platz 18 zufriedengeben. Vor Olympia gibt´s unverständlicher Weise noch die Skiflug-WM und danach den Weltcup auf der Großgroßschanze (um 150m) in Willingen.
LANGLAUF. Oberhof, Damen, 10km: Teresa Stadlober musste sich bei ihrem letzten Olympiatest im Zielsprint nur der Schwedin Ilar knapp geschlagen geben. YDie Weltcuprennen in Goms, Sz, lässt die Olympiadeitte von Peking sausen…
BIATHLON. Weltcup in Ruhpolding, Bayern: Herren.Verfokgung 12,5km: Beim Sieg eines neuen Norge-Stars namens Dale-Skjevdal vor dem Franzosen Perrot landeten die beiden einzigen für das Rennen qualifizierten ÖSV-Loipenjäger Simon Eder, 42, und der junge Mülllauer auf den Plätzen 50 und 60 (Letzter).
RODELN. Weltcup mit EM in Oberhof, Thüringen: Auch wenn heute ein Sieg in Mixed-Staffel und Doppelsitzerm ausblieb, so gab es immerhin Silber für das Damen-Duo Selina Egle-Lara Kipp und Bronze für das Doppel Gatt-Schöpf, das damit einen deutschen Dfreifachsieg sprengte. Die bayrischen Everghreens Wendl-Arlt holten sich zweimal Gold – einmal vor ihrem Erzrivalen Toni Eggert mit neuem Partner im Doppelsitzer, dann mit der Staffel um ein Zehntel vor Österreich (Schulte, Gapp-Schöpf, J. Müllwer und Egle-Kipp) und fast einer Sekunde vor den Letten.
TENNIS. Australien Open, 1. Grand Slam 2026: Damen: Die Neo-Österreicherin Anastassija Potapowa (WTA Nr. 55) drehte das fast verlorene Match gegen die Holländerin Lamens (WTA Nr. 97) mit einem Break zum 6:5 in 2. Satz, sen sie dann 7:5 gewann, womit der Oranje-Widerstand gebrochen war, sie problemlos 6:2 siegte und in die 2. Runde aufstieg. Die hatte die bald 46-jährige Wildcard-Venus Williams gegen die Serbin Danilovic, 24, die ihre Tochter sein könnte, nach Gewinn des 1. Satzes mitn7:6 auch im Visier, musste aber dann ihrem Alter und der Jugend den Triubut zollen – 3:6, 4:6, Ende ohne Schrecken nach einem Thriller. Die russische Linz-Siegerin Al,eandrowa (Setzliste 11) scheiterte ebenso wie ihre Landsfrau und in die 30er-Jahre gekommenen Ex-Juniorenstar Pawlutschenkowa oder die Ukrainerin Kostjuk. Die Weltrangkistenerste Aryna Sabalenka (Bjr) überwand Anfangsprobleme, um die aus asiatischem Raum stammende Französin Rajanoah mit 6:4, 6:1 zu schlagen.
Obwohl Topstar Alcaraz (Nr. 1), Sascha Zverev(Nr, 3 ) und der Kitz-Sieger und neue Top-10-Kasache aus Moskau, Alexander Bublik, eher locker die ersten Hürden nahmen, wurden der Rodionov-Quali-Bezwinger Svajda (USA) vom Deutschen Yannik Hanfmann und Sebastian Korda, US-Sohn sdes ehemaligen Melbourne-Siegers Petr Korda, von der chinesischen Nummer 174 im Ranking, dem Qualifkanten Zheng, eliminiert. Montag ist Filip Misolic gegen die spanische Nr. 14 der Welt, Alejandro Dawidowitsch-Fokina, an der Reihe.













