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NOTIZEN AUS DER WELT DES SPORTS

SCHWIMMEN. Abschied von Erwin Richter. Im Dorf-Friedhof von Karnabrunn nördlich von Korneuburg wurde  die Urne des im  87. Lebensjahr nach langer schwerer Krankheit verstorbenen, ehemaligen National-Coach, Trainer-Pionier und Schwimm-Professor dem Familiengrab als letzte Ruhestätte übergeben. Zur Verabschiedung des in seinen letzten Jahren vom Scnhwimmverband kaum m ehr wahrgenommenen Vater der Top-Wasserspringer Anja (EM-Silber, Olympiavierte 2000) waren viele seiner ehemaligen Schützlinge und Freunde auf Lebenszeit gekommen, darunter Dr. Volker Deckardt, der sich unter seiner Ägide ebenso für Olympia (1964( qualifiziert hatte wie später Kurt Dittrich. Unter den ehemaligen Schwimmgrößen und sogar Hollywood-Karrieristen wie Norbert Blecha sah man auch die erste Nachkriegs-Olympiafinalistin Sonja Hausladen, die mit Richter als Nationaltrainer 1984 in Los Angeles über 00m Delfin im Rekortempo auf Platz 7 gelandet war. Eigentlch war sie damals aber dem Trainingsstall des aus Polen stammenden  Richter-Freundes Andrzej -Szarzynski entlehnt, der ebenfalls mit seimer Frau und Österreichs erstem Schwimm-Vizeweltmeister Maxim Podoprigora nach Karnabrunn gepilgert war.

Der Präsident der Verbandes, Magister Arno Pajek, ein Advokat, hatte einem allen unbekannten Redner einen Text zukommen lassen, hielt sich aber ansonsten mit (Tarn) Kappe eher bedeckt. Ein paar nette Abschiedsworte für einen seiner Pioniere hätten nicht schaden können. Aber Erwin, der selbst dann, wenn es körperlich bis seelisch schmerzte, mit einem lauten Lachen durchs Leben gegangen  war, hätte nur darüber lauthals gelacht. Ja, so war er, der zu schwergewichtige Schwimmer, dem meist die Puste nach 80m ausgegangen war. Weil dem so war, hatte er aus eigener Erfahrung dann aufs (allzu viele Muskel-Kilos bringende) Krafttraiming a la DDR gesetzt, das damals noch was Unbekanntes  gewesen war. Leider Gottes sterben solche Leute wie Erwin aus, die erst was leisten und dann noffen, dass es dafür auch einen Lohn welcher Art immer gibt. Auch an lobenden ehrlichen und nicht heucherischen Worten…   

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