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Ballsport

Vom Beachvolleyball-Guru, der Publikumsgeschmack trifft und Jackpot knackt

Die rotweißroten Goldträume waren spätestens im Semifinale geplatzt, erst bei den Damen, dann bei den Herren. Das aber war alles, nur kein Beinbruch und tat der von Tag zu Tag auch mit gehöriger, lautstarker, animierender DJ-Hilfe wachsenden Euphorie („Put the hands up in the air, that´s the way; aha aha, I like it!“) am Heumarkt keinen Abbruch, ganz im Gegenteil. Der erste, nach dem Fußball-Vorbild geschaffene Nations Cup im Beachvolleyball ließ die Herzen höherschlagen, die heimischen Medien rotieren und vor allem die Kassen ordentlich klingeln. Tagestickets. Rollbalken runter. Online-Schlagzeile: Ausverkauft! Für VIP´s zu VP-Preisen, die anziehen statt abschrecken, versteht sich.

Wieder einmal bewies Event-Guru Hannes Jagerhofer, welch ein Genius in ihm steckt, wenn es darum geht, mit bestmöglicher medialer Unterstützung den Publikumsgeschmack ebenso zu treffen wie den Jackpot zu knacken. Ein findiger Geist, ideenreicher Typ, kontaktfreudiger Mensch, bestens vernetzter Unternehmer, der all diese persönlichen Eigenschaften in die ACTS Group eingebracht hat, jene Firma, die die Events nach dem Motto schupft, das da lautet: Wir inszenieren Erlebnisse! Oder andersrum: Ein Ereignis, das zum unvergesslichen Erlebnis wird.


Und wenn´s darum geht, eben das auf die Spitze zu treiben, dann ist auch der wichtigste aller Sponsoren nicht mehr weit, der sich ähnlichen Konzepten, Zielen und Events verschrieben hat – die saft- und kraftvolle Bullen-Energie aus der Dose, die es beim Baggern in der nach ihr benannten Arena ordentlich sprudeln lässt.

Und darauf lässt sich schon in klimatisierten VIP-Loungen mit mehr oder weniger populären Promis auch ein Gläschen Schampus heben, um den Durst zu löschen. Den Erfolgshunger mussten tagelang im Schweiße ihres Angesichts die knackigen Beachboys und die schlanken Bikini-Girls zu stillen versuchen. Würd´s nicht den Lautsprecher, Einpeitscher oder wie immer man´s nennt geben, dann hätte der Bullen-Sandkasten zwischen Konzerthaus und Hotel tatsächlich etwas von einer unblutigem, aber nicht blutleeren Stierkampf-Arena an sich …

Gemessen am medialen Echo bei uns in Österreich und Wien, hätte man leicht schließen können, dieser Nations-Cup wäre der Nabel der auf Europa reduzierten Sportwelt. Das grenzüberschreitende Echo allerdings, da musste man nur zum Teletext im ZDF/ARD, zu italienischen Sport-Gazetten oder zu anderen Blättern schauen, war nur peripher wahrzunehmen – mit einer Kurzmeldung im Schweiz-TV-Telext, der den Turniersieg der Eidgenossen-Frauen in Wien vermeldete.

Was allerdings nichts daran ändert, dass es Event-Guru Jagerhofer wie kaum ein anderer versteht, die Puppen und Püppchen tanzen und die Stimmung mit oder ohne Hitzerekord sieden zu lassen. Ob Grand Slam, Euro oder Nations Cup. Ganz egal, wer welche Medaillen oder auch nicht gewinnt – das Event an sich ist der große Sieger bei „Sand in the City“ der anderen Art. Da kann sich manch anderer, auch klassischer Sport mehr als nur eine Scheibe abschneiden. Oder Sand aus den Augen reiben …

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