Es lebe hoch Deutschmann Ralf Rangnick, der ÖFB-Rekordler, der als erster Teamchef die WM- und EM-Endrunde erreicht und es geschafft hat, mit seinem fast ausnahmslos Fremdarbeiterteam daheim nach dem 1:0 gegen Südkorea 13 Spiele lang unbesiegt geblieben zu sein. Und unser aller Arnie, neuer Kumpel des Bundespräsidenten, schielt gar schon nach dem World Cup, wobei zu sagen wäre, dass es zumindest bisher Überraschungssieger nur in der Euro gegeben hat a la Dänemark – sieht man vom WM-Triumph Deutschlands 1954 gegen den vermeintlich unbesiegbaren Giganten Ungarn ab ….
Keine Frage, dass unser Legionärsteam mit Salzburg-Keeper Schlager in der Hinterhand (Pentz spielte!!!!) und Rapidler Wurmbrand nach müden, ineffizienten 45 Minuten durch die schnelle Führung nach der Pause phasenweise tollen Tempofussball gegen die Koreaner spielten. Und das wieder wirft die Frage auf nach den beiden Gesichtern, die das Team sowohl gegen Ghana als auch die Asiaten gezeigt hat: Ist das ÖFB-Team, von den Kommentatoren in den Himmel gehoben selbst dann es vor der Pause mau ist, wirklich so gut und reif für eine WM-Sensation? Oder lag es zum Teil auch an Gegnern, die wie Ghana nach der Pause zum kalten Abend offener Tore einluden?
Ja,wir haben ein qualitativ gutes, gemessen an früheren Jahren (nach 1998) weit besseres, vor allem in seiner Breite wie Dichte austauschbares Spielermaterial, aufgefrischt durch die beiden Neuzugänge Wanner und Chukwuemeka, der kaum da, schon als Publikumsliebling gefeiert wird. Ja, so schnell kann es heutzutage gehen, auch wenn man sich auf Englisch statt Deutsch verständigen muss. Bei dieser Gelegenheit ist mir aufgefallen, dass der Teamchef, der diese „Transfers“ eingefädelt haben soll, erst beim Trainingslager auf den Deutsch-Mangel draufgekommen sei – und darob Borussia Dortmund für diese Versäumnisse kritisiert hat. Jedenfalls interessant…
Wenn man, was ja mit zwei Siegen trotz auch von Rangnick eingestandener schwacher erster Spielhälften („Mit Handbremse!“) in den beiden WM-Tests auf der Hand liegt, ein höchst positives Fazit zieht, darf man auch manch Defizite nicht übersehen. Anders als die gegen uns inferioren Ghanesen deckten sie die Koreaner bei ihren Konterattacken nach teils sehr nachlässigen Fehlpässe oder unnötigen Ballverlusten auf, auch wenn sie bei ihren zwei bis drei Großchancen nach dem Wechsel bzw ihrer eigenen Abschlussschwäche gescheitert waren. Verteidigung als bester Angriff oder aber Angriff als beste Verteidigung, das ist die Frage, mit der Teamchef und Team im WM-Ernstfall je nach Kaliber des Gegners konfrontiert sind. Und da zählen dann Rekorde welcher Art immer nichts. Das nur zum Nachdenken in einer immer mehr ausufernden Euphorie, die den Eindruck vermittelt, als wären wir schon Weltmeister. In der neuen Fifa-Weltrangliste scheint Österreich derweil auf Platz 24 auf -unmittelbar vor Südkorea… …
PS: Aber immer noch um Eckhäuser besser als das Heulen und Zähneknirschen bei alles andere enn Bella Italia, viermal Weltmeeister, jetzt viermal in Folge in der WM-Qualifikation gescnheitert, darunter einmal als Europameister. Und gestern just im Elferschießen gegen jenes Bosnien-Herzegowina, gegen das wir uns mit dem 1:1 und Gregerl-Ausgleich in Sjien n jicht ganhm aber fastg uin legtzter Minute für die WM qualifiziert haben…







