Aus gegebenem, wenn nicht gebotenem Anlass erlaube ich mir, über zwei fü+r mich langsam unerträgliche, von PR-Geilheit gedrängte Personen, eine künstlich zur Kultfigur stilisierte und neuerdings modellierte Quatschtante und einen ehemaligen Bodybuilder, erst Kennedy-Clan-Mitglied, dann republikanischer Gouverneur und inzwischen als Neo-Grüner mit Privatjet unterwegs, um Energie-Sparsamkeit zu predigen. Ein Champion auch darin, Wasser zu predigen und selbst Wein zu trinken, wie das ein geflügeltes Wort so nennt. Dass er einmal im Jahr nach Kitzbühel kommt – zum Hahnenkammrennem,wann sonst? – ist für manch eher sensastionslüsterne Medienleute der Smash-Hit schlechthin, obwohkl schamhaft verschwiegen wird, dass sich der in die Jahre gekommene Muskelmann nur in dieser Woche auch zum Grab seines vor velen Jahren tödlich verunglückten Bruders begibt, um das er sich sonst, so sagen die Kitz-Insider, jahrein jahraus so gut wie nie schert. Nebensache. Hauptsache, er ist wieder – back to the roots – als Ratgeber des unehelichen Sohnes, der sich auf den väterlichen Muskelmann-Spuren zum Star zu werden versucht, in den Schlagzeilen.
Und wenn schon von Bodybuilding die Rede ist, dann kommen wir zu der von ihrer ganz persönlichen TV-Lobby forcierten Martina Reuter, die – man verzeihe, wenn ich das ganz ohne Blasphemie, sondern eher mit Ironie schreibe – so etwas wie eine Metamorphose a la Saulus zum Paulus hinter sich hat, Vor kurzem noch hat die bald 50jährige in einem -selbstverständlich via Frühstücks-TV propagierten – Buch den etwas stärkeren, korpulenteren Frauen jüngeren wie älteren Datums mitgeteilt, dass ein paar Kilo und ein paar Rundungen mehr alles andere denn schaden können.

Aber frei nach dem deutschen Altkanzler Adenauer, der gesagt hat, dass ihn sein Geschwätz von gestern nicht kümmert, hat Frau Reuter einen Umkehrschwung vollzogen, der für eine zweifache Mama nicht von schlechten Eltern ist. Aus der Frau, die rund is beautiful forcierte, ist jetzt eine Bodybuilderin geworden, die im Fitnessrausch einen halben Zentner verloren haben soll. Und als Beweis, wie man kiloweise abnehmen und massennhaft Muskeln zulegen kann, hat sich jetzt Martina bei ihrem ersten „Wettkampf“ in den Medien als Campionissima verkauft, die mehr als nur eine Goldmedaille in ihrer Altersklasse gewonnen hat. Wie ein Insider der Szene recherchiert hat, so soll sich Martina Reuter bei diesem „Triumph“ tatsächlich in einer eigenen Liga befunden haben oder, moderner gesagt, in einer Win-Win-Position. Warum? Weil sie konkurrenzlos war als einzige Teilnehmerin. Quo usque tandem abutare … nein, lassen wir den Ausflug ins Römische, weil wir Tag für Tag durch solche Fake News an der Nase herumgeführt werden. Es swird langsam Zeit, dass dem Einhalt geboten wird. Aber solange Sensationslust größer ist als Wahrheitsgehalt, wird sich, so fürchte ich, nichts ändern.







