
Während heute abends im eher kalten Prater das ÖFB-Fußballteam gegen Südkorea den nächsten Test besgtrteit mit den Neuerwerbungen, die teils kein Deutsch beherrschen, erlebt der Winter in Kitzbühel, um das quasi andersrum zu sagen, den zweiten Frühling mit einer Menge an Schneesegen. Damit zum einen, die Prag-WM und die Erinnerung meines lieben, guten, alten Kufstein-Freundes zum anderen, dass ich mich mit dem unaufhaltsamen Abstieg einer Weltmacht zu Nobodies im Eiskunstlauf auseinandersetzen werde, hat´s Klick bei mir gemacht.
Ja, es ist an der Zeit, sich damit zu beschäftigen und in erster Linie zu hinterfragen, wie viel Geld wir in mehr als einem Jahrzehnt in Import-Ausländer gesteckt haben, nicht nur in die damalige Nummer 4 Italiens, Maurizio Zandron, sondern vor allem in die anfangs vielversprechende Ex-Ukrainerin Olga Mikutina gesteckt haben, die sich Jahr für Jahr international verschlechtert und inzwischen das Domizil Vorarlberg mit jenem in New Jersey getauscht hat – fast eine Parallele zu Julia Lautowa, die einst aus Moskau unter großem Jubel empfangen worden war, um uns zu helfen, ehe sie ehe sie laut(owa)los wieder dorthin verschwand, woher sie gekommen war, Okkasions-Staatsbürgerschaft und perfektes Deutsch inklusive. Danach gab´s noch eine ungarische EM-Vierte, die aber nicht bei uns, sondern nach ihrer Heimkehr eher auf dem erotischen Sektor Karriere gemacht haben soll…
Ob und wieviel der Eiskunstl(k)aufverband für das doch nicht Sprung- und Kürwunder Mikutina (mit) bezahlt hat, das weiß ich nicht, weiß aber, dass der Return of Investment für diese Leistungsprothesen, die doch nur Krücken blieben, immer geringer und vielleicht sogar zum Hemmschuh für die eigene, österreichische Jugend geworden ist. Gut möglich, dass sie sich übervorteilt fühlt gegenüber den eingekauften, eingebürgerten „Wahösterreichern“ auf Zeit, die mangels herausragender Leistungen auch keine Vorbilder sind, denen sie nacheifern könnten wie ehedem, als es – natürlich unter anderen Voraussetzungen – die Dreimäderlhäuser und zumindest auch Herren-Duette gab, man denke da nur an den dreimaligen Weltmeister Danzer und den einmaligen Olympiasieger Schwarz, der leider auch zum schwarzen Schaf wurde. Aber das ist ein eigenes Kapitel, das mit Sport nichts am Hut hat.

Am Wiener Eislaufverein, einst Brutstätte der eisigen Triumphe, ehe sich alles in den Westen des Landes verlagerte, könnte eine rosigere Zukunft keimen. Der ehemalige Universiade-Sieger, Olympia- und WM-Fünfte im Eistanzen mit seiner Schwester, Christoff Beck, hat sich als Sportchef ebendort dazu aufgeschwungen, nicht Läufer: Innen zu importieren, sondern Toptrainer, die mit den Kleinen und Kleinsten einen neuen Anlauf zu Drei- und spöter dann Vierfachsprüngen machen sollen, die heutzutage kein Ah und Oh mehr auslösen, sondern sozusahen Routine sind, wenn man vorn mitmischen will. Und Beck ist sich auch dessen duchaus bewusst, dass es dazu einer speziellen Athletik als Absprungbasis bedarf, weil das eine vom anderen nicht zu trennen ist. Die Ausländer haben uns das, bei Eurosport und auch ORF Sport+ dankenswerter Weise zu sehen, im wahrsten Sinn des Wlorteds vorgehupft und vorgetanzt bis hin zhum Schaulaufen, wo der rehabilitierte Olympiaversager Malinin, russischer Ami, als alter und neuer Weltmeister, mit seinem Salto rückwärts den Fortschritt demonstrierte. Eine tolle Show, bei der wir Österreicher nur Zuschauer gespielt haben, weil unsere Importstars teils nicht zum Anschauen waren oder sind…







