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Zum Valentinstags-Birthday des Goleadors Hans Krankl

Der Valentinstag am 14 Februar war schon, ehe der US-Kommerz sein großes, dickes Herz auch bei uns entdeckte, für den in die besten weißen Haare, Pardon: Jahre gekommenen Johann K., also Hans Krankl, ein ganz besonderes Datum, nämlich sein Geburtstag. Der einstige Rapid-Torjäger, Barcelona-Goleador, jahrelange Team-Rekordschütze, weltbekannte Deutschenschreck von Cordoba, nicht immer glückliche Trainer und spätere Teamchef, ist als populärer Sky-Experte immer noch am Ball. Ich muss gestehen, dass ich bei Hans als Autor seiner ersten Biografie natürlich eine private, persönliche Schlagseite habe, trotz allem aber daran erinnern will, dass Krankl nach den WM-Toren gegen die Deutschen mit seinem Millionen-Schilling-Transfer zum Kult-Klub FC Barcelona auch europaweit für Schlagzeilen und Aufsehen gesorgt hatte, ehe er auch bei den Katalanen spanischer Schützenkönig wurde – und trotz langer Trainings- und Spielpause wegen Gattin Inges fast letalem Autounfall – das entscheidende vierte Tor zum Cup der Cupsieger-Triumph Barcelonas gegen Düsseldorf schoss.

Und damit als zweiter Österreicher nach Franz Hasil, der von Rapid über Schalke zu Happel und Feyenoord Rotterdam gekommen war und sich ebendort als Spielmacher zum Meistercup- und Weltcupsieger stilisiert hatte, einen großen Europapokal gewann. Und um Krankl gab´s insofern weitere Barca-Schlagzeilen, als er im Zwist mit dem Interimstrainer Rife vom Millionen-Traumklub als Leihgabe zur Vienna auf die Hohe Warte verfrachtet, und nach dem Abstieg der Blaugelben vom neuen Barcelona-Trainer Ladi Kubala, einem ungarisch-slowakisch-spanischen Spieler-Weltstar i. R. als erster Spieler der Klubgeschichte zurückgeholt worden war. Also lauter Meilensteine und Einträge in Fußball-Annalen, die bis auf Cordoba und I werd´ narrisch-Finger längst vergessene Geschichte(n) und angesichts dessen, dass Verteidiger David Alaba mit dem FC Bayern alle möglichen Titel mehrmals gewonnen hat, kaum mehr der Erwähnung wert zu sein scheinen. Notabene, da sich an Johann K. des grün-violetten Zwistes wegen schon immer die Geister geschieden hatten, also Hosianna oder Kreuzigt ihn, verbal natürlich nur.

Was die PR-Lawine betrifft, die von Alabas mit vielen Medien perfekt vernetztem Management fast täglich mit allerlei Transfer-Gerüchten, wenn nicht Transfer-Inseraten ausgelöst wird, sind alle Millionen-Schilling-Wechsel von vorvorgestern nicht mehr als ein Klacks. Die Zeiten haben sich auch insofern geändert, dass angesichts des Zuschauer-Lockdowns samt damit verbundenen Budget-Defizits selbst beim wirtschaftsorientierten FC Bayern sich keiner der sonst so moralinsauren (Sport-) Journalisten mit kritischen Anmerkungen in kritischen Zeiten zu Wort meldet, sondern naiv-treuherzig vorausmeldet, welches der angeblich sieben sich überbietenden Angebote von Top- bis Traumklubs sich unser aller David aussuchen könne. Ihm ist zu wünschen, dass er wirklich bei jenem Wunschklub mit Top-Gage landet, wovon er träumt.

Fix ist seit kurzem nur, dass sich die Bayern statt seiner ab Sommer die Dienste des bei den roten Bullen in Salzburg groß gewordenen Franzosen Upamecano um 42 Millionen Euro (Ablöse an RB Leipzig) gesichert haben – exklusive Gage für den neuen Abwehrchef. Und im Schatten dieser Transaktionen in ganz anderen Dimensionen als ehedem bei Torjägern oder Goleadores, Rekordschützen und europäischen Gold-Schuh-Siegern ist Hans Krankl vulgo Johann K. zu seinem 68. Valentins-Geburtstag nur zu wünschen: Bleib, wie Du bist, so familientreu, glücklich und vor allem gesund. Oder einfach gesagt: Legendär!

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