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FC Bayern: Millionenklub mit sozialer Ader, dass manch einen der Neid frisst

Der FC Bayern München füllt zwar immer und überall die mehr oder weniger kleinen oder großen Arenen und damit auch die Kassen, an ihm aber scheiden sich auch immer und überall die Fußballgeister. Geliebt oder gehasst, gefeiert oder verdammt je nach Fan- oder Feindbild. Je mehr Erfolge und Titel die Bayern erringen, je mehr Millionen bis Milliarden auf dem Konto, desto größer auch die Neidgenossenschaft nicht nur beim BVB, also dem inzwischen abgehängten Erzrivalen aus dem Ruhrpott, der trotz Toptransfers a la Haaland bei weitem nicht so viel „Kohle“ macht wie die Münchner.

Aber das war nicht immer so. Als die deutsche Bundesliga im August 1962 aus der Taufe gehoben wurde, war der FC Bayern nicht einmal dabei, sondern stand im Schatten des Lokalrivalen 1860, also der Löwen, die unter dem Wiener Max Merkel als Cheftrainer sogar ein Europacupfinale (Cupsieger 0:2 West Ham) erreichten. Aber während die 60er-Löwen bald immer leiser brüllten, begannen die Bayern unter Toptrainern (Cajkovski, Zebec, Csernai, Lattek etc.) und der Spielführung von Kaiser Franz Beckenbauer mit Maier im Tor und Müller als Tormaschine schon im zweiten Jahr des Aufstiegs (64/65) ihren unaufhaltsamen Aufstieg mit dem ersten Europacuptriumph (Cup der Cupsieger 1967), dem in den 70er-Jahren die ersten drei en Suite im Meistercup folgen sollten.


 

Warum dieser Rückgriff auf die Klub-, Bundesliga- und Europacupgeschichte des FC Bayern? Weil es auch untrennbar mit weitblickenden Zukunftskonzepten und pensionierten Galionsfiguren des mittlerweile deutschen Rekordmeisters zu tun hat? Soweit sie sich dafür eigneten, wurden die Klub-Ikonen von Kaiser Franz über Uli Hoeness und K. H. Rummenigge bis zu Olli Kahn und dem oft gescholtenen, aber mittlerweile noch länger vertraglich an den Verein gebundenen Sportchef GHasan Salihamidzic ins Alltags-, aber auch Transfer- und Zukunftsgeschäft eingebunden, lauter Fußball-Kapazunder aus der Beletage, die wussten und wissen, wie, wo, warum der Hase so läuft, wie er läuft.

Wissen ist ja bekanntlich Macht, wie ein Sprichwort sagt. Fachwissen im professionellen Fußballgeschäft aber nicht nur Siege und Titel en Masse wert, sondern auch Millionen und Abermillionen, die sich potenzieren, wenn das Geld richtig angelegt und ausgegeben wird, siehe Alaba und Lewandowski, die problem- und offensichtlich auch lückenlos dank der exzellenten Kontakte ersetzt werden konnten. Das ist ein Ass, das die Münchner aus dem Ärmel ziehen. Und ein Trumpf, der immer wieder sticht.

Aber wer gewinnt und gewinnt wie der FC Bayern, der wird allmählich auch zu einem Dorn in den Augen der Konkurrenz oder auch deren Fans, die sich darob ärgern, dass die Münchner ihren Lieblingen Jahr für Jahr die Butter vom Brot nehmen, als wär´ jahrein, jahraus Oktoberfest. Etwas, was ja nicht gerade für hohe Sympathiewerte sorgt. Dabei hat der FC Bayern nicht nur viel mehr Augenmaß, was das Klubbudget betrifft, er verfügt auch über eine ausgeprägte soziale Ader, sprich: er muss nicht wie hierzulande die meisten Klubs um (meist politisch punzierte) Sponsoren betteln, er kann sich die Geldgeber sogar aussuchen, die ihn unterstützen wollen.

Und er kann es sich leisten, beim Cup-Duell mit der traditionsreichen Viktoria Köln auf die ihm zustehenden 50 Prozent der Einnahmen im ausverkauften Rhein-Energie(!)-Stadion zugunsten des Drittligisten zu verzichten. Und diese Halbscheit ist bei 50.000 Zuschauern für die Viktoria, wie immer das Match endet, kein Gnadenbrot, sondern eine schöne Stange Geld. So ein Handeln, werte Blog-Leser, nenne ich Nachbarschaftshilfe unter Freunden, die aus Fußballherzen kommt. Motto: Leben und leben lassen! Quintessenz: Wer hat, der hat und kann geben, was seliger ist denn nehmen. Klar, dass ob diesem Faktum fußballfremde Quereinsteiger, die Klubs eher ruinieren statt sanieren, der Neid frisst.

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