fbpx
Leichtathletik

Ein Kinderlauf in Kitz, der in der Gamsstadt vielleicht wieder alpine Beine macht

So eine Mittelschuldirektorin lob ich mir! Ob Frau Angelika Trenkwalder mit dem ehemaligen Trainer-Goldschmied Robert Trenkwalder was zu tun hat, weiß ich nicht. Aber dass sie mit ihren Lehrern an die 300 Schulkinder für den ersten Kinderlauf in Kitzbühel als Aufgalopp zur Resnik´ schen Streif-Tortur (Samstag, 11h, Livestream) begeistern konnte, war mehr als aller Ehren wert. Und da es nicht nur für alle jungen und jüngsten TeilnehmerInnen nicht nur Medaillen gab, sondern für jede der absolvierten Runden auch einen Euro, wurden bei dieser Premiere auch binnen einer Viertelstunde schöne 4000 Euro lukriert, die der sportlichen Nachwuchsförderung in der Stadt des berühmtesten Skiklassikers zugutekommen. Auch das ist, dem umtriebigen, einfallsreichen Sepp Resnik sei Dank, aller Ehren wert.

Laufbegeisterte Kitz-Kids, die sich vielleicht auf die Spuren der Alpin-Hoffnung Rings-Wanner (l.) begeben.


Wer weiß, vielleicht macht dieser Kinderlauf der einen oder dem anderen Sportbegeisterten so starke, schnelle Beine, dass es nach Jahrzehnten auch wieder so tolle, erfolgreiche Skirennläufer gibt wie einen Ernst Hinterseer (90) und Hias Leitner (87), die 1960 in Squaw Valley im Slalom-Doppelpack triumphiert hatten – als letzte Kitzbüheler, die alpine Olympiamedaillen gewinnen konnten. Auch Hansi Hinterseer, der immerhin WM-Silber und die RTL-Kugel gewann, hat das nicht geschafft. Seither gab´s für die Gamsstadt mit dem Weißen Wunderteam rund um Toni Sailer nur noch nordische Erfolge mit einer Biathlon-Weltmeisterin (Lisa Hauser) als jüngstes Highlight.

Ob aus der Kinderlauf-Truppe vom 14. Oktober 2022 einmal Skistars von morgen kommen, lässt sich nicht abschätzen. Immerhin aber hat sich in den letzten zwei Jahren ein alpines Starlet für die Zukunft empfohlen, in dem ähnliches Mischblut und Erbgut steckt wie einst bei einem Marcel Hirscher. Der Skilehrer-Vater des Teenagers Valentina Rings-Wanner (18) stammt nämlich wie die Hirscher-Mama aus Holland. Und wie es scheint, könnte daraus einmal, wenn alles glatt geht, eine womöglich sogar goldene Kombination werden. Kitzbühel, Streif und Ganslern hätten es verdient, dass sie auch wieder einmal einen eigenen alpinen Skistar produzieren. Und nicht nur den Rahmen bilden, in dem andere rund um die goldene Gams rasen oder tanzen…

Zum Kommentieren hier klicken

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Meist gelesen

To Top

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen