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Eliasch-Wahl zum FIS-Präsidenten schlägt neues Skisport-Kapitel auf

Es ging schneller, als gedacht, binnen zwei Stunden waren Nägel mit Köpfen gemacht und der neue FIS-Präsident gewählt. Und wer folgt Gian Franco Kasper, der ein halbes Jahrhundert dem Skiweltverband gedient hatte, jahrelang als Generalsekretär und rechte Hand Marc Hodlers, dann als polyglotter Boss mit diplomatischem Geschick? Nein, nicht etwa der frühere Abfahrtsweltmeister Urs Lehmann, der seit Jahren die Geschicke von Swiss Ski lenkt, nicht der schwedische Underdog Mats Arjen, trotz Frauen-an-die-Macht-Rufe auch nicht die Britin Sarah Lewis – mit der Wahl von Johan Eliasch hat die FIS ein neues Kapitel aufgeschlagen! Erstmals seit Jahrzehnten nimmt damit kein g´standener Ski-Funktionär die Zügel in die Hand, sondern ein Unternehmergeist, der es als Besitzer des Sommer- wie Wintersportkonzerns Head zu Renommee und Reichtum gebracht hat.

Gut und schön, wird manch eine oder einer sagen, aber was hat der Millionär, bitt´ schön, mit Skisport selbst am Hut? Da, verehrte Blog-Leser, sollte man den neuen FIS-Präsidenten, der aus Schweden kommt und in London wohnt, keineswegs unterschätzen. Soweit ich mich entsinnen kann, hat Ski-Freund Eliasch nicht nur wirtschaftlich kein Risiko gescheut, sondern auch als fabelhafter, leidenschaftlicher Hobby-Läufer großen Mut bewiesen. Das kann man getrost behaupten, denn Eliasch hat vor einigen Jahren als Vorläufer des legendären „Race“ die gefürchtete Streif-Abfahrt schnell und sturzfrei bewältigt. Kurzum, der erfolgreiche Konzern-Chef weiß, worum es beim Rennlauf geht.


Und wenn von Kitzbühel und Mythos Hahnenkamm die Rede ist, dann bin ich mir fast sicher, dass einem Topmanager-Typ seines Schlages vorschwebt, rund um dieses, aber auch andere, darunter nordische Klassiker a la Holmenkollen einen Ski-Zirkus von (über) morgen aufzubauen, der weit über Insider- und Hobbysportler-Kreise hinaus mit gesteigerter Aufmerksamkeit auch das durch die Pandemie angeschlagene Tourismus-und Sportartikel-Business wieder ankurbelt. Wer sich darin auskennt, wie die Wirtschaft tickt, dem darf man auch zutrauen, dass er beim Skiweltverband gewissermaßen den Overdrive einlegt.

Dazu allerdings wird´s auch kongenialer Partner und Mitstreiter im Vorstand bedürfen, zu denen, so sagten es schon die nun bestätigten Auguren, als Council-Mitglied auch wieder Peter Schröcksnadel zählt. Jener demnächst scheidende ÖSV-Langzeitchef, der zuletzt – von Unternehmer zu Unternehmer – seine leise Eliasch-Schlagseite nicht verhehlt, aber dafür plädiert hat, dass Urs Lehmann im Vorstand ein gewichtiges Wörtchen mitreden soll. Immer vorausgesetzt, dass der Exweltmeister die bittere Pille seiner Niederlage nicht nur schluckt, sondern so gut verdaut, um zu helfen, dass die FIS am Puls der Zeit ist oder ihr sogar ein paar Jahre voraus. Auch das war eine Qualen der Wahlen am Tag, als ein neues Skisport-Kapitel aufgeschlagen wurde. Natürlich digital und, wer´s sehen wollte, auch via youtube!

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