fbpx
Allgemein

Foda, die Hätti-Wari-Tant´ sowie eine 5 aus 2 da und eine Doppel-0 dort

Ich hab´s noch im Ohr, was danach alles von unseren TV-Experten gesagt wurde: Gleich zwei Elfer hätt´s für Rotweißrot im smarten Türkis-Schwarz geben müssen, gleich zweimal hätte der für Kalajdzic eingewechselte Gregoritsch per Kopf treffen müssen … Ja, die allseits beliebte und bekannte Hätti-Wari-Täti-Tant´ musste wieder einmal erhalten, um eine keineswegs blamable, vielleicht aber auch unnötige 0:1-Niederlage auf der Insel gegen England schöner zu reden, als sie es war. Wenn wir, wie es so schön heißt, die Kirche im Dorf lassen, dann war das Arnie-lose, aber lange Zeit um Alaba bereicherte österreichische Fußballteam gegen eine Manchester- und Chelsea-lose, ja sogar teilweise Euro-ausgemusterte englische Zweitauswahl bis auf die Endphase weder Fisch noch Fleisch.

Ballerl hin, Ballerl her, einmal in die Breite, einmal nach hinten, dann wieder zur Seite – wenn nix weitergeht nach vorn, dann tut man sich halt schwer, nicht wahr. Blitzschnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff? So gut wie Fehlanzeige! Einen typischen Strafraumspieler wie den Zweimeterriegel Kalajdzic eben dort in Position bringen oder mit gezirkelten, gezielten Flanken füttern? Fast schon ein Fremdwort, obschon an sich ein Lainer ebenso wie, käme er nämlich von ganz links, ein Alaba dafür bekannt und geeignet scheinen. Ehe es am Sonntag zur Euro- Generalprobe gegen die Slowakei kommt, hat die Foda-Truppe mit der Foda-Fadesse in zwei Spielen insgesamt fünf Tore (0:4 Dänemark, 0:1 England) eingefangen, aber aus einem halben Dutzend an Möglichkeiten keinen einzigen Treffer verzeichnet. Ich bin kein erklärter Fan von Statistiken, weil nackte Zahlen ja nicht aussagen, wie und warum es zu ihnen gekommen ist. Aber hinten eine Fünf und vorn eine Null, das hat schon eine gewisse Signalwirkung.


England-Captain und Tottenham-Topstar Harry Kane: Endstation Bachmann

Und dass es in Middlesbrough auch nur ein Gegentor gab, hatte auch mit einem kaltschnäuzigen, umsichtigen Tormann namens Bachmann zu tun, der trotz sehr guter statistischer Werte solange vom Teamchef übersehen worden war, bis er mit 13 Shutouts in 23 Spielen seinem Verein Watford zum Aufstieg in die Premier League verhalf. Und in seinem allersten Länderspiel mit Paraden, aber auch einen gewagten Haken gegen Harry Kane allen Fans und wohl auch einem seinem Team-Herrn Foda vor Augen führte, dass man ihn zu Unrecht bis jetzt nicht einmal ignoriert, sondern auf deutsche Bundesliga-Ersatz-Keeper oder außer Form geratene, von Hits zu Fliegenfängern mutierte Torleute gesetzt hat. Die beste Mannschaft ist nicht die mit den besten Namen, sondern mit jenen, die in bester spielerischer und konditioneller Form sind. Darauf wird´s auch bei Euro 2021 ankommen. Alles andere ist falsch verstandene Loyalität oder Freundschaft, das sagt auch eine Fünf aus Zwei und eine Doppel-Null….

Zum Kommentieren hier klicken

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Meist gelesen

To Top

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen