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Fauler Kompromiss hat alpine Damen und Herren bei Olympia von Tisch und Bett getrenntn

Die Eröffnungszeremonie mit allem olympischen Pathos, (Mein) Eide inklusive, findet zwar erst am Freitag im San Siro-(Fußball) Tempel von Mailand  mit Weltstars wie Mariah Carey oder Andrea Bocelli statt, begonnen haben aber die Winterspiele in ganz Norditalien schon heute unter anderem mit den ersten Trainingsläufen  der Abfahrer: Innen – und zwar im wahrsten Sinn des Wortes getrennt von Tisch und Bett für Frau und Mann durch fast 500km entfernte Schauplätze. Was die Tofana-Queen Lindsey Vonn, ihren Kreuzbandriss und ihren  bedingungslosen Startwillen betrifft, so ist sie auch mir eine eigene Story wert, die allerdings nichts mit dem faulen Kompromiss der italienischen Veranstalter zu tun hat, sowohl die Valtellina-Region mit Bormio als auch die Venetiens und der Dolomiten mit dem Cortina zu bedienen, was den neuen FIS-WM- und Weltcupfinal-Regeln widerspricht, die eigentlich ein gemeinsames Zielstadion für Damen und Herren fordertn. Warum die FIS sich untreu wurde, um diese Trennung um hunderte Kilometer zu akzeptiert, ist nur nachvollziehbar wenn  man Streit vermeiden wollte…

Abgesehen davon, dass es in Bormio (Herren) mit der Debbie-Compagnoni-Heimat Santa Caterina (Damen) zwei nur durch 12km getrennte WM-Orte gab, woran sich nur ältere Semester erinnern, haben auch jüngere Fans und Kollegen sicher noch die Cortina-WM 2021 vor Augen mit einer Gold-Hausse durch Doppelweltmeister Kriechmayr, Kombi-Champ Blacky Schwarz und die leider aktuell verletzte Slalom-Campionissima Katharina Liensberger. Ja, wär´s nicht toll, gewesen, 70 Jahre danach  in Memorian des damals einzigartigen, dreifachen Cortina-Helden Toni Sailer auch die Herren zwischen den Felsen die Tofana runtersausen zu lassen, was übrigens früher oft der Fall war, da muss man nur den zweimaligen Abfahrts-Weltcupsieger Helmut Höflehner fragen, der dort 1984 und 1990 gewonnen hat.

Soweit zur Geschichte des einen wie des anderen Alpingeschehens dieser Spiele, für die vor allem für Eiskunstkauf, Eishockey und Biathlon schion Hunderttazusende an Tickets verkauft worden sind, die die Kassa haben ordentlich klingeln lassen. Was viele der ansonsten sportlich interessierten Olympiagegner betrifft und dabei nicht nur den harten bis militanten Grünen-Kern, so scheint diesen kritischen Geistern entgangen zu sein, dass es für Spiele im Zeichen der fünf Ringe zum einen ziemlich hiohe finanzielle IOC-Zuschüsse gibt, sozusagen auif einen Streich auch in eine moderne, zukunftsweisende Infrastruktur investggiert wird, frag nach bei München 1972, das erst durch die Sommerspiele zu einer Weltstadt wurde.

Und abgesehen von Sotschi (2014),  das durch den Ukraine-Krieg seit 2022 ja tabu ist, hat niemand den FIS-Verantwortlichen verboten, neben Sprunglauf, Snowboard und Freerstyle auch alpine Skirennen im Reich der Mitte dort auszutragen, wo 2022 nicht zuletzt Matthias Mayer mit dem dritten Speed-Gold nach 2014 und 2018 einen im alpinen Skilauf einzigartigen Hattrick geschafft hat wie einst der Sailer-Toni in Cortina, Dort, wo es anno 1956 auch noch Paarlauf-Gold durch Sissy Schwarz-Kurt Oppelt und Bronze für die mit kaum 16 Jahren jüngste Eisprinzessin, die bis dahin eine Medaille gewann – jene Ingrid Wendl, meiner etwas älteren Schulkollegin aus dem Gymnasium Kundmanngasse in Wien-Landstraße, zu der wir Buben und Mädchen in Ehrfurcht und Stolz aufschauten, wenn sie nicht gerade bei Trainingskursen oder Wettkämpfen war. So schließt sich auch für mich ein olympischer Kreis…

 

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