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Finale Duelle um Vizemeister, Absteiger und Aufsteiger voller Brisanz

Die Salzburger roten Bullen spielen in der Bundesliga in einer eigenen Liga, bauten ihren Vorsprung vor dem Saisonfinale auf sagenhafte 15 Punkte aus. Dahinter aber sorgte Sturm Graz für ein Herzschlagfinish, in dem es im Fernduell mit den im direkten Duell klar 4:1 besiegten Rapidlern um Platz zwei und die Champions-League-Qualifikation geht. Pikant, dass es sowohl Rapid (mit dem LASK) als auch Sturm (in Wolfsberg) mit Vereinen zu tun bekommen, für die es um die Teilnahme an der Europa Conference League geht. Und parallel dazu entscheidet sich auch in der zweiten Bundesliga erst ganz am Schluss zwischen Wacker Innsbruck und Austria Klagenfurt, wer jetzt gegen den Erste-Liga-Letzten St.-Pölten in die Relegation gehen und auf ein Comeback oben hoffen darf oder mindestens noch ein Jahr weiter unten bleiben muss.

Alles sehr kompliziert, so hätte dazu der frühere Kanzler und langjährige Unterrichts- wie Sportminister Fred Sinowatz gesagt. Und zwar zu Recht, weil ja weder die Tiroler noch die Kärntner als Zweitligameister um den Aufstieg spielen, sondern Nutznießer von Bestimmungen sind, die die Promotion der aktuell führenden Vereine Blauweiß Linz, der Red-Bull-Dependance Liefering und des zuletzt schwächelnden, aber lange Zeit an der Spitze befindlichen Dorfklubs Lafnitz (am Fuße des Wechsels, 1500 Einwohner) entweder aus Regel- oder Lizenzgründen ausschließen.

Man kann gespannt sein, ob es im Fernduell der rivalisierenden Ex- bzw. Bundesligaklubs in spe wieder zu solch dubiosen, mehr als verdächtigen Schützenfesten gegen Teams wie Rapid II (Klagenfurt) oder OÖ Juniors (Innsbruck) kommt wie das im Vorjahr der Fall war. Wobei damals, Ironie am Rande, die Klagenfurter just gegen ihren jetzigen Aufstiegsrivalen beim 6:1-Kantersieg einen Tag ebenso offener Türen vorgefunden hatten wie die statt ihnen aufgestiegenen Rieder mit einem noch weit anrüchigeren Kegelresultat von 9:0 gegen den FAC (mit ein paar Jugendspielern). Wobei anzumerken ist, dass es heuer beim direkten Duell (2:1 für Wacker) im wahrsten Sinn des Wortes schon Feuer am Dach gab, das zu einer Spielunterbrechung zwang – im Tivoli-Stadion, als ein Mast brannte… 

Am Tivoli war heuer schon Feuer am Dach

Gnade Gott, es käme wieder zur Neuauflage – nein, nicht der schnell gelöschten Flammen, vielmehr des dreisten Vorjahresfinales dubioso. Dann nämlich dürfte sich niemand wundern, wenn von Operettenligen und – die Politik hat sich den Ruf jenseits der Grenzen leider ja längst eingehandelt – Machenschaften wie in Bananen-Republiken geredet und geschrieben wird. Alle in Entscheidungen involvierten Vereine haben es selbst in der Hand, besser: Füßen, solche Verdächtigungen und Vorurteile mit tollem Einsatz und voller Fairness zu widerlegen. Außer obligo sind, wie die Tabelle sagt und ihr offenbar ungestillter Siegesdurst beweist, sowieso die Dosen-Bullen…  

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