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Ja, da staunst: Niederösterreicher Thiem gibt Tulln einen Korb, um in Rennes zu spielen

Zweimal Tennis am Tag in einem Blog, ist das nicht ein bisserl viel auf einmal? Ja, normalerweise schon, gar keine Frage. Aber angesichts der neuen Aktivitäten unser aller Domi, also Dominic Thiem, zuletzt nur noch oder immer noch ein Thieminho, schreit das gerade nach einem Kommentar dazu meinerseits. Wie ja allseits bekannt, ringt der ehemalige, heuer gleich zum Auftakt abservierte US-Open-Triumphator, 17fache Turniersieger und ehemalige Weltranglistendritte seit Monaten mit mehr Tiefen als Höhen um ein Comeback.

Wie allseits bekannt, stammt Thiem ja aus Lichtenwörth bei Wr. Neustadt in Niederösterreich, auch wenn er natürlich auch ein Domizil in Wien besitzt, weshalb es ihm selbstredend auch eine Ehre ist, als natürlich ebenfalls ehemaliger Stadthallensieger mit einer Wildcard wieder beim Erste Bank Open seines tüchtigen Ex-Managers Herwig Straka aufschlagen zu dürfen. Wie allseits zumindest unter Tennisfreunden bekannt, findet ab Sonntag in Tulln, das in Niederösterreich an oder landkartenmäßig unter der Donau liegt, ein Challenger-Turnier statt, im Vorjahr noch von Ronnie Leitgeb mit dessen Sohn Florian als Turnierleiter initiiert und mit einigen Achtungserfolgen von Österreichern auch über die Bühne gebracht.


Wer aber jetzt gedacht hätte, dass der vom Tennisverband als Aushängeschild immer noch hofierte Niederösterreicher Thiem auch aus einem Hauch an Loyalität dem NÖ-Turnier in der Heimat die Aufwartung und damit auch ein bisschen zusätzliche Werbung machen würde, der hat sich dabei getäuscht. Obschon sie sich wohl in Flushing Meadow ganz sicher über den Weg gelaufen sind oder zumindest Hallo gesagt haben dürften, hat unser demnächst 29jähriger, also nicht mehr ganz taufrischer, aber immer noch jugendlich bis bubenhaft wirkender Lili-Paul-Roncalli-Freund entweder beim „Flo“ nicht um eine Wildcard für Tulln angesucht oder aus anderen, etwa Hartplatz-Priorität-Gründen, einen Korb gegeben!

Der auch von den Medien trotz allen Pechs, trotz aller Pannen und Pleiten medial immer noch mit Samtpfoten behandelte, kaum kritisierte Thiem hat Rotweißrot den Rücken gekehrt, um lieber zur gleichen Zeit wie Tulln in Rennes in Frankreich zu spielen, wo er früher schon ein- oder zweimal gespielt hat – damals allerdings noch zu Zeiten, als es keinen Challenger daheim gab. Ich halte das persönlich auch für eine Missachtung bis Beleidigung unseres Tennissports in Österreich!

Ich meine, dass die Schonzeit für den nicht mehr rekonvaleszenten Star ebenso vorbei sein sollte wie die pausenlosen Ankündigungen seiner alten Kumpel, dass es nur noch eine Frage von Tagen oder Wochen sei, bis er wieder der alte Dominic sein werde, der fast jeden Tennisspieler der Welt hat schlagen oder zur Verzweiflung treiben können.

Es ist, wie erwähnt, wirklich höchste Zeit, dass sich Thiem in Selbsterkenntnis wieder dessen besinnt, was ihn einst auch zu einer Galionsfigur im heimischen Tennis gemacht hat. Mit Aktionen a la Rennes statt Tulln allerdings kann und wird sich der Niederösterreicher, der aus wohl pekuniären Gründen das heimatliche Niederösterreich verschmäht, alles, nur keine neuen Freunde machen. Und viele alte obendrein noch vor den Kopf stoßen!

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