Fussball

Von Mattscheiben, Milliarden-Spektakel, großen bis keinen Österreich-Bezügen

Österreich, wie es spottet und lacht, wenn nicht nur Rapid eine Mattscheibe hat, sondern auch die Zuschauer vor Ort und im ORF-TV eines Stromausfalls wegen fast eine Stunde lang buchstäblich schwarzsehen. Immerhin hat die erzwungene Verlängerung der Verlängerung dem gebeutelten Rekordmeister jene Nachdenkpause verschafft, um sich – naheliegendes Wortspiel – in eben diesem Ort nicht nur zu sammeln, sondern „anzugurten“, wie es auch der grünweiße ORF-Experte tat …

Pannen, Pech und letztlich doch keine Pleite, weil den Rapidlern mit eingewechselten Stammspielern dann kurz vor Mitternacht doch noch ein Licht aufging statt ausgeblasen wurde. Eine heimische Lachnummer als internationale (Nicht-einmal) Randnotiz, während DAS weltweit wichtigste und größte Top-Event der Woche mit österreichischer Beteiligung am heimischen Staatsfunk vorbeigeht, weil er sich ja außer der alles andere denn grünen Formel 1 sich nichts mehr leisten kann/will außer zweit- bis drittklassiger Sportkost oder Bewegungstherapie in vielfältigster Form.

Wie gesagt, der Ryder-Cup im Golf, auf den südöstlich von Rom mehr als eine Milliarde schaut, ist hierzulande höchstens ein Sekundärereignis – und das, obschon mit dem inzwischen in den USA lebenden waschechten Wiener Sepp Straka ein Österreicher fürs Europa-Team nominiert wurde. Und das, obschon sich seinerzeit der GC Fontana, von Wien so weit weg wie der Marco-Simone-Club von Rom, um die Austragung des Ryder-Cups beworben hat. Ich erinnere mich noch der jenen Pressekonferenzen mit jenem Erfolgsmanager, der inzwischen hierzulande aus politischen Gründen gelinde gesagt in Ungnade gefallen ist. Eine „Wolf-Jagd“ der ganz anderen Art…

Zurück zu Rom und Ryder-Cup, bei dem schon im Final Countdown ein wahrer Rattenschwanz an Fans einem „All-Star-Game“ folgte. Verständlich, weil unter Ryder-Cup-Legenden wie Colin Montgomerie (Sco) und Corey Pavin (USA) als Kapitänen solche Kapazunder wie Grand-Slam-Rekordler Novak Djokovic, wie Ferrari-Pilot Carlos Sainz, wie die pensionierten Kicker-Größen Gareth Bale und Andrij Shevchenko, jahrelang Milan-Legionär, wie Super-Bowl-Sieger Cruz, wie Hollywood-Star Newton oder Youtuber Hilbert für eine Charity ihre mehr oder weniger gute oder präzise Schlagfähigkeit auspackten.

Die Italiener haben halt ein anz besonderes ein G´spür dafür, wie man ein Jahrhundertereignis inszeniert und auch zelebriert wie eine Oper in der Arena di Verona oder in den Thermen des Caracalla in Rom. Schon als Ouverture, bevor es morgen ernst wird auch für Sepp Straka mit Foursomes und Fourballs, den mehrmals gespielten Formaten an den ersten beiden Tagen. Und dreimal dürfen Sie raten, auf den wen das Montgomerie-Team den Sieg aufbaute? Auf den Djoker, weil einer auch im Erfolg der Novak sein muss …

Den Österreich-Bezug im Ryder-Cup gibt´s für patriotische Fans nur im Pay-TV (Sky) zu sehen, über die geradezu krampfhafte, wenn nicht krankhafte Schlagzeile über/für eine andere österreichische Bezugsperson in Italien allerdings muss man so schmunzeln oder lachen. Wie jene, dass Inter Mailand just gegen Sassuolo die erste (Heim)-Pleite erlebte. Kar, wenn der Langzeitverletzte Arnautovic fehlt, der davor vernichtende Kritiken einstecken musste. A bisserl Mattscheibe darf´s oder muss schon sein…

Zum Kommentieren hier klicken

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Meist gelesen

To Top

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen