Ballsport

NOTIZEN AUS DER WELT DES SPORTS

FUSSBALL. Der Titelverteidiger Argetinien greift nach dem dramatischen 2:1 im Finish gegen England in Atlanta im Duell mit Spanien nach dem vierten WM-Titel, womit es mit Deutschland gleichziehen würde.  Die vom deutschenTeamchef Thomas Tuchel betreuten Engländer waren nach einer knappen Stunde durch Gordon nach Kane-Vorarbeit in Führung gegangen, machten aber dann samt Tuchel den Fehler, sich einzuigeln statt auf Balbesitz zu setzen,  den wederum die leidgeprüften, im Ernstfall nicht kleinzukriegenden, sondern dolppelt so aggressiven Gauchos zu einem erfolgreichenSturmlauf nützten. Zwar traf der ziemlich schottische Argentinier McAllister nur zweimal die Stange, aber Fernandez und der Arnautovic-Verdränger bei Inter Mailand, Lautaro Martinez (Foto) verwandelten das 0:1 ins 2:1 und Jubeltänze  bis zum  Geht-nicht-mehr der Weltmeisterfans. Und der englische Traum vom World Cup coming home nach 60 Jahren muss um weitere vier Jahre verschoben werden. Schon jetzt aber muss Tuchel damit rechnen, dass ihm vor allem vom beinharten, gnadenlosen London-Boulevard mit The Sun, Daily Mail und Co. der Prozess gemacht wird, weil er Captai ane vom Angriff im die Abwehr gestellt hatte, um auf dessen Größe samt  vorbildhafte Widerstandskraft zu bauen. Schlicht und einfach verpokert. Und nach vorn mit Ausnahme einer eimige Chance ging nichts mehr. Umso bittterer, dass der allzu dichte Abwehrriegel dem bis dahin fabelhagten Everton-Keeper Pickford beim Golden Goal von Lautaro Martinez die Sicht verstellt hatte. Cry for me England!

RADSPORT. Tour de France, 11. (Flach)Etappe. Der Norweger Warensjoeld siegte im Massensprint des Feldes, das drei Ausreißer kurz vor dem Tagesziel eingeholt hatte. Jetzt geht es für die Spitzenleute rund um den weiter mit 3:36 Minuten vor Vingegaard (Dmk) führenden Slowenen-Kannibalen und bisher dreimaligen Etappensieger (insgesamt 23) Tadej Pogacar in die Vogesen (Ballon d´Alsac), dann in die Alpen, ehe die Zielgerade in Paris  ansteht.

TENNIS. WTA 125, Kitzbühel. Beim Wechsel von Sonnenschein und Nieselregen und beim Besuch des Bürgermeisters Klaus Winkler, vor dem auch Turnierdirektor A. A. seine Verbeugung machen musste, gewann die routinierte Bresnik-Schülerin Grabher aus Vorarlberg gegen die gut 10 Jahre  jüngere russisch-österreichische Neo-Staatsmeisterin Ekaterina „Kathi“ Perelygina mit 7:5, 6;3. Während ich lieber verschweige, wie Günter Bresnik dieses ÖTV-Duell kommentiert hat, meldete sich Frau Grabher zu Wort, mit der jetzt sicher eine Österreicherin im Viertelfinale des seit 33 Jahren wieder aufgenommenen Damenturniers steht, das damals mit Conchita Martinez eine Promisiegerin feierte. Der Sponsor, der damals dem Damenturnier die Kugel gab, ist zwar der gleiche wie ehedem, der damalige General der Generali, machte dann aber Sportkarriere bei den Casinos Austria (verkauft an Tschechen-Oligarchen) und via ÖOC-Präsident und danach beim IOC als Mitglied. Als Kommissions-Vorsitzeer hat er auch seine Duftmarke mit dem Ausschluss der Nordischen Kombination zum Schaden unserer ÖSV-Stars, der Deutschen, Norweger, Finnen, einst auch der Franzosen, Schweizer, Japaner und Amerikaner, hinterlassen. So ticken österreichischen Funktionäre, wenn sie ein internationales Ehrenamt bekommen. Feigheit vor dem Feind oder gaar sich selbst, so kann man das nennen.

Zurück zu Grabher, die On-Court sagte: „Ich bin froh, dass ich durch bin, es ist immer schwer, wenn man gegen eine Freundin spielen muss, mit der ich dann, wenn ich in der Südstadt bin, auch auf dem Platz trainiere…“

So erklärte die 30jährige aus  dem Ländle ihre Anfangsschwäche, als sie mit zwei Breaks schon 0:4 hinten lag, aber mit ihrem vom Touring-Coach auf der Tribüne, erste Reihe, angestachelten Kämpferherz das Match noch drehen und am Ende sogar souverän mit einem weiteren Break gewinnen konnte. Auch die frühere ÖTV-Serienmeisterin Sinja Kraus, Nr. 2 des Turniers, könnte es gegen die Deutsche Bennemann noch schaffen. Schon Top 8 ist die topgesetzte Slowenin Erjavec, die nach Leidensjahren ein erfolgreiches Comeback gestartet hat.

WTA 250, Athen. Achtelfinale. Ka ee Runde gewonnen, schon ist Italien-Legionärin und Schiavone-Schülerin Lilli Tagger draußen. Die Lienzerin scheiterte gegen die Tschechin Bejlek mit 2:6, 2:6. Vo Erfogen kaum älterer Teenager ist sie noch weit entfert.

TURNSPORT. Österreich ist bei der Kunstturn-Europameisterschaft in Zagreb (CRO/9.-16. August) mit einem fünfköpfigen Damenteam vertreten: Leni Bohle, Bianca Frysak, Selina Kickinger, Charlize Mörz und Rosa Schwaninger. R. S. verdrängte Ersatzturnerin Katrin Palicka.  als bessere Mehrkämpferin. Ab Sonntag beginnt im Winterhafen in Linz die unmittelbare Wettkampfvorbereitung.

LEICHTATHLETIK. Gyulai-Istvan-Memorial Budapest: Rafael Pallitsch, zwar  nur 11. in einem unglaublich dichten Feld, schafffte in 3:33,41, seiner zweitbesten Zeit, um winzige 9 Hundertstel die Direktqualifikation für die EM in Birmingham (ab Mitte August), womit er sich in aller Ruhe auf die Titelkömpfe vorereiten kann. Ein starkes Rennen lieferte auch der 400m-Hürdenläufer Strohmayr-Dangl  in 49,44 Sekunden, nur 0,01 über seiner Saisonbestmarke und wenige Zehntelsekunden über dem Uraltrekord vom Futterknecht aus den 80er-Jahren. Die mit Tainer Philip Unfried verheiratete, eingebürgere Christina Williams, im Winter im Bob mit Baierl unterwegs, wurde 7. über 100m in 11,28.

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