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Respekt, Respekt Tennis-Miss Collins, dass Kindersegen mehr wiegt als Geldregen

Werte Blog-Leser, ich werde mich heute einer Frau und einem Thema widmen, die beide – sofern es sich nicht um echte Damentennis-Insider handelt – den wenigsten Sportinteressierten bekannt sind. Noch dazu handelt es sich um eine Spielerin, die gestern in einem dramatischen Schlagabtausch mit der zweifachen Australian-Open-Siegerin und Madrid-Titelverteidigerin Sabalenka nach einer Serie von 15 Einzel- und zwei Turniersiegen zum ersten Mal wieder ein Match verloren und nicht wie zuletzt üblich gewonnen hat. Die Rede ist von der US-Amerikanerin Danielle Collins, die zwar sichtlich enttäuscht, aber nach einer Top-Partie erhobenen Hauptes den überdachten Center Court verlassen konnte nach einem Match, in dem sie im 2. Satz schon zum 16. Sieg in Folge auszuholen schien, ehe sie mit 6:4, 6:7, 3:6 unterging …

Ein Jammer, dass man die fesche, schlagkräftige 30jährige Uni-Absolventin in einem Jahr nicht mehr auf der WTA-Tour sehen wird, weil sie schon vor ihrer Siegesserie beschlossen hat, mit Saisonende einen Schussstrich hinter ihre durchaus erfolgreiche Spätberufenen-Karriere zu ziehen. Einer, in der sie immerhin auch ein Grand-Slam-Finale (2023 gegen Sabalenka in Melbourne) erreicht hat.

Sie macht es aber nicht etwa, weil sie des harten Tennislebens so überdrüssig geworden wäre wie einst unserem seligen Niki anno 1979 das Im-Kreis-Fahren zu eintönig war. Nein, nein, diese Entscheidung war kein Schuss aus der Hüfte, sondern die Folge von knallharten medizinischen Diagnosen, sprich zwei unheilbaren, aber behandelbaren Krankheiten, einer rheumatischen Arthritis und einer Endometriose, einer schmerzhaften Gebärmutterentzündung, die Schwangerschaften mit wachsendem Alter immer schwieriger gestaltet. Dass Frau Collins mit diesem Handicap seit einigen Jahren derart gut und zuletzt so erfolgreich wie nie spielt, grenzt fast an ein Wunder, hat aber ganz sicher auch mit hoher Selbstdisziplin zu tun.

Da das ja funktioniert hat, wäre es ja durchaus möglich gewesen, den anstrengenden, aber zuletzt auch höchst lukrativen Profi-Job weiter auszuüben. Danielle aber hat sich gesagt: Nein, bis zum Jahresende, dann ist Schluss, dann beginnt ein neues Leben mit einer Familienplanung, bevor es zu spät ist für eine Frau, für die der Kindersegen noch mehr wiegt als ein noch so großer Geldregen. Als Mann kann ich vor dieser Frau, die gerade erst dabei war, sich einen Namen zu machen, nur mit aller höchstem Respekt den Hut oder ehe die Kappe zu ziehen vor dem schwerwiegenden Entschluss, der schönsten, einträglichsten Nebensache der Welt, die Sport heißt, den Rücken zu kehren, um sozusagen ein neues, auch gesünderes Familien-Leben als Kontrastprogramm zu führen.

e Blog-Leser, ich werde mich heute einer Frau und einem Thema widmen, die beide – sofern es sich nicht um echte Damentennis-Insider handelt – den wenigsten Sportinteressierten bekannt ist. Noch dazu handelt es sich um eine Spielerin, die gestern in einem dramatischen Schlagabtausch mit der zweifachen Australian-Open-Siegerin und Madrid-Titelverteidigerin Sabalenka nach einer Serie von 15 Einzel- und zwei Turniersiegen zum ersten Mal wieder ein Match verlor. Die Rede ist von der US-Amerikanerin Danielle Collins, die zwar sichtlich enttäuscht, aber nach einer tollen Vorstellung dennoch erhobenen Hauptes den überdachten Center Court verlassen konnte nach einem Match, in dem sie im 2. Satz schon zum 16. Sieg in Folge auszuholen schien, ehe sie mit 6:4, 6:7, 3:6 unterging …

Ein Jammer, dass man die fesche, schlagkräftige 30jährige Uni-Absolventin in einem Jahr nicht mehr auf der WTA-Tour sehen wird, weil sie schon vor ihrer Siegesserie beschlossen hat, mit Saisonende einen Schussstrich hinter ihre durchaus erfolgreiche Spätberufenen-Karriere zu ziehen, in der sie immerhin auch ein Grand-Slam-Finale (2023 gegen Sabalenka in Melbourne) erreicht hat. Aber nicht etwa, weil sie des harten Tennislebens so überdrüssig geworden wäre wie einst unserem seligen Niki anno 1979 das Im-Kreis-Fahren zu eintönig.

Nein, nein, diese Entscheidung war kein Schuss aus der Hüfte, sondern die Folge von knallharten medizinischen Diagnosen, sprich zwei unheilbaren, aber behandelbaren Krankheiten, einer rheumatischen Arthritis und einer Endometriose, einer schmerzhaften Gebärmutterentzündung, die Schwangerschaften mit wachsendem Alter immer schwieriger gestaltet. Dass Frau Collins mit diesem Handicap seit einigen Jahren derart gut und zuletzt so erfolgreich wie nie spielt, grenzt fast an ein Wunder, hat aber ganz sicher auch etwas mit hoher Selbstdisziplin zu tun.

Da das ja funktioniert hat, wäre es ja durchaus möglich gewesen, den anstrengenden, aber zuletzt auch höchst lukrativen Profi-Job weiter auszuüben. Danielle aber hat sich gesagt: Nein, bis zum Jahresende, dann ist Schluss, dann beginnt ein neues Leben mit einer Familienplanung, bevor es zu spät ist für eine Frau, für die der Kindersegen noch mehr wiegt als ein noch so großer Geldregen. Als Mann und Vater von drei Kindergenerationen kann ich vor dieser Miss Collins, die gerade erst dabei war, sich einen Namen zu machen, nur mit aller höchstem Respekt den imaginären Hut oder eher die Kappe zu ziehen vor dem schwerwiegenden Entschluss, der schönsten, einträglichsten Nebensache der Welt, die Sport heißt, den Rücken zu kehren, um sozusagen ein neues, auch gesünderes Familien-Leben als Kontrastprogramm zu führen.

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