fbpx
Schwimmen

Schwimmverband zeigt´s vor: Wer uns nicht passt, der kriegt einen Maulkorb

Werte Blog-Leser, es gäbe einige Themen, die es wert wären, behandelt zu werden wie etwa das Comeback-K. o. von Serena Williams gegen eine unbekannte Französin mit fernöstlichen Wurzeln, was die „Sirene“ aber nicht hindert, schon ans nächste Comeback beim US-Open zu denken. Oder die zwei „Eigentore“, mit denen sich Andy Murray gegen den Aufschlagriesen John Isner just in dem Moment ins Knie schoss, als er das Match zu drehen schien. Oder die Afrika-Initiative des Fußballmillionärs Subotic. Oder die Rückkehr des NBA-Stars Jakob Pöltl, inzwischen 2,15m oder mehr, den ich schon kenne, seit er im Kinderwagen in meinem Haus durch die Eingangstür geschoben wurde.

Ja, es gäbe viele interessante Aspekte, darunter auch die tolle Top-10-Leistung des hierzulande wenig bekannten Freiwasserschwimmers Jan Hercog aus Graz und Würzburg, der in Lupa Beach nördlich von Budapest mit Platz 9 heimische Geschichte schrieb. Da sich unsereins mittlerweile wieder einer Immuntherapie unterziehen muss, also darum auch nicht mehr in Ungarn sein konnte, hätte ich gerne diesen jungen Ausnahmekrauler kontaktiert, um Näheres über ihn, seinen Background, seine Trainingsumfänge, seine Trainingspartner und seine Ziele und Träume zu erfahren und zu dokumentieren. Ein, wie sich relativ bald herausstellen sollte, eher frommer Wunsch, den ich als jahrzehntelanger Wegbegleiter (und manchmal auch Wegbereiter durch unbezahlte Sponsorenvermittlung) gehegt hatte. Also muss ich leider wieder einmal in eigener Sache tätig werden.


Just der Sportdirektor des Schwimmverbandes, wie einige andere Funktionäre ja mehr oder weniger Erfüllungsgehilfe der Obrigkeit, ließ dem Grazer Heimverein (USC) des Ausdauersportlers und damit auch dem auch bei Würzburg 05 um süddeutsche und deutsche Medaillen schwimmenden Jan Hercog kurz und bündig wissen, dass sie mit dem vom Weltverband FINA (Präsident Husain-Al Musalam) und dem Sportjournalistenweltverband AIPS (Präsident Gianni Merlo) für seine Verdienste um den Schwimmsport ausgezeichneten Josef Metzger „nicht kommunizieren“ dürfen.

Ein insofern interessanter Maulkorberlass von reaktivierter stalinistischer Prägung, weil der böse Metzger zwar ellenlang, früher seitenweise über SchwimmerInnen, Synchron-Nixen und WasserspringerInnen berichtet hat, wo und wenn es tolle Leistungen und Entwicklungen gab wie jetzt mit oder ohne Medaillen bei der WM 2022, sich aber dummerweise auch das Recht herausnimmt, da und dort Unzulänglichkeiten, Ungerechtigkeiten und Nepotismen ins Visier seiner Kritik(en) zu nehmen.

Und dem sei noch hinzugefügt, dass dieser Befehl von höchster Stelle, noch schlimmer: einem Juristen, kommt. Und von wem stammt wohl der Maulkorberlass? Vom Präsidenten des OSV, der den „bösen“ Metzger einst privat, aber gegen Entgelt als Anwalt vertreten hatte, ehe ihm ebendieser eines Vertrauensschwundes halber die Vollmacht entzog. Seither ist meine Wenigkeit zur Persona non grata degradiert worden, obwohl sie auf Eigenkosten meist ein Mediensolo bei bielen internationalen Schwimm-Events bstreitet.

Ich muss mir weder medial noch gegenüber Top-SchwimmerInnen etwas vorwerfen, ganz im Gegenteil, mich aber insofern bei der Nase nehmen, dass ich mich rechtsfreundlich von einem hohen Sportpräsidenten habe vertreten lassen, den ich in Erinnerung an seinen hochgeschätzten Herrn Papa, nicht nur anerkannter Schwimmer, Schwimmtrainer, aber auch staatlich geprüfter Skitrainer (im ÖSV) falsch eingeschätzt habe. Als er mich vertreten hat, haben mich seine verlängerten Arme im Verband fast untertänigst hofiert und nicht wie mittlerweile jetzt ganz bewusst ignoriert und SportlerInnen wie Trainern mehr oder weniger angedeutet, wenn nicht befohlen, mir die kalte Schulter zu zeigen und keine Worte zu wechseln. Mundtot machen, so kann man´s auch ungeschminkt nennen.

Andersrum: Bühne frei für oktroyierte Meinung, dafür aber Schweigepflicht, wo kritische Töne anklingen. Genau so stell´ ich mir hierzulande gelebte Demokratie samt Freiheit dem Wort vor. Zum Glück wissen viele Granden und Allzeitgrößen des heimischen Spitzensports, wer wes Geistes ist.

PS: Jan Hercog aber ist vom Herzen zu gratulieren, dass sich sein Mut zum Risiko (in jeder sportlichen und Trainings-Hinsicht) bezahlt gemacht hat. Und sich wohl noch öfter auszahlen wird. Anders als andere hat der 17fache Open-Water-Weltmeister und zweifache Olympiamedaillengewinner THOMAS LURZ aus der Hercog-Wahlheimat Würzburg sofort eine kurze Expertise über den tüchtigen Jan gemailt, in dem er ihn als konsequentes Talent bezeichnet, das großes, auch olympisches Potenzial besitzt. Anderswo gehen eben die Uhren anders.

 

Zum Kommentieren hier klicken

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Meist gelesen

To Top

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen