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Von Bretteln zu Brettern: Lizz und Biz sind eins

Diesmal wird´s ein Blog der anderen Art, der sich um eine höchst erfolgreiche Ex-Sportlerin dreht. Die Rede ist von Lizz Görgl, Doppelweltmeisterin 2011 (Abfahrt, Super G), mehrfache Olympia- und WM-Medaillengewinnerin, davor Europacupsiegerin – und alles, obschon sie sich mehrmals das Kreuzband gerissen hatte. Den Skizirkus hat Görgl, Tochter der legendären Traudl Hecher, nach 15 Jahren (2002 bis 2017) längst verlassen, um von den Brettln aufs Parkett und ins ganz andere Rampenlicht zu wechseln. Erfolgreich, was sonst! Nicht nur als Dancing-Queen im ORF-Ballsaal. Auch als „Masked Singer“ in Form einer Weintraube („Da war ich 5 Wochen dabei bis zum Semifinale – und nach dem Finale auch noch mit allen anderen Teilnehmern“), die beim TV-Publikum ebenso punktet wie als Sängerin, die mit ihrem Lebensgefährten Chris Harras sowohl Alben als auch Singles produziert. Die Neueste ist ab 26. März auch bei Spotify zu sehen und zu hören. Kurz gesagt: Lizz und Biz sind eins.

Früher gab´s den Rennstress, jetzt sind´s Terminzwänge, die sie tagein, tagaus auf Trab oder (im Auto) in Fahrt halten. An einem Tag etwa im Kia-Kombi ab nach Linz ins OÖ-Landesstudio, um die Single „Was denkst du?“ zu promoten, auf dem Weg zurück Zwischenstopp in St. Pölten, wo es zunächst ins NÖ-Landesstudio ging, ehe die NÖ-Wirtschaftskammer mit dem zuständigen, für Fördergruppen zuständigen Landesrat rief, schließlich lebt Lizz mit Chris ja seit einiger Zeit in einem Heim in Maria Enzersdorf an Wiens Peripherie. Aber Niederösterreich. Die Single, zu der der vielseitige Star mit sozialer Ader auch durch die tristen Umstände im (griechischen) Flüchtlingslager inspiriert worden war, soll die Konsumenten dazu anregen, „dass sie über unsere Gesellschaft nachdenken!“


Auch und gerade in Zeiten einer Pandemie, in der mehr verboten als erlaubt ist – auch puncto Sport und Bewegung. Darum betätigt sich Lizz, die natürlich auf ihre eigene körperliche Fitness achtet, auf kleinstem Raum mit einer kleinen Matte als Untersatz als Vorturnerin auf Facebook und Co. Auch da wird, so betont sie, komprimiert gearbeitet. „An einem Tag“, verrät Lizz, „haben wir 170 Übungen aufgenommen!“ So etwas geht in Hände wie Füße, Nacken wie Rücken, Bauch wie Bizeps. „Den Muskelkater hab´ ich erst am nächsten Tag gespürt!“ Aber so soll´s schließlich auch sein. Als nächsten Schritt, so verrät Görgl, wolle man auch Musikalisches in Apps einbauen. Wie gesagt, ein Einfällen mangelt´s der Skikanone i. R., die längst in der Karriere nach der Karriere angekommen ist, schließlich nicht.

Auf den Mund ist Lizz abseits vom Singen sowieso nicht gefallen. Auch als Vortragende bei Seminaren hat sie sich einen guten Namen gemacht. Sie selbst entwickelt sich weiter durch Seminare und Referate, die andere halten, etwa der Eurosport-Tennis-Kommentator Matthias Stach („Matchball Becker“), den sie in Limburg an der Lahn kennen- und schätzen gelernt hat. Wie gesagt – Lizz Görgl weiß, dass man sich anstrengen muss, um etwas zu werden. Und dass die Erkenntnis ganz wichtig und nützlich ist, dass man im Leben nie auslernt. Egal, ob früher mit Brettln oder auf den Brettern oder vor Kameras, die ihre neue Welt sind.

 

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