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Golf

Von Kitz-Sensation Misolic, gegen den Resultate von Golf-Routinier und Jungturnern verblassen

Der vordem nur Tennis-Insidern bekannte, teils in Graz, größtenteils aber in Zagreb lebende und dort auch immer wieder trainierende Kroaten-Sohn Filip Misolic ist nach seinen Überraschungssiegen in Kitzbühel sozusagen über Nacht zum neuen Medien- und Publikumsliebling avanciert. Da der Regen ins Tiebreak pfuschte und abgebrochen werden musste, weiß man nicht, ob sich der demnächst 21jährige mit einem Sieg gegen Thiem-Bezwinger Hanfmann mit dem Sensations-Kitz-Finale – und schlag nach bei jüngsten Endspielen? -womöglich sogar ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk (8. August) bereitet …

Lassen wir einmal solche Hochrechnungen ebenso beiseite wie die teils bombastisch-euphorische Berichterstattung, die den Jung-Twen Misolic mit etwas Verspätung inzwischen zum Wunderkind erklärt hat. Es wäre fast zu schön, um wahr zu sein, würde aus Filip so etwas wie eine neue Fix-Größe schlüpfen, die sich über kurz oder lang immer und überall in einen ATP-Turnier-Hauptfeld etabliert, was ja abgesehen von Thiem jahrelang kaum ein anderer geschafft hat. An Kampfgeist und Mentalstärke scheint´s dem jungen Mann, er vor wenigen Wochen im Oberpullendorf-Meisterschaftsfinale dem noch viel jüngeren Lukas Neumayer unterlegen war, jedenfalls nicht zu mangeln.


Wenn aus aktuellem Anlass von Filip Misolic die Rede ist, der in kurzer Zeit das Schattendasein verlassen und sich einen Namen gemacht hat, dann sei auch auf den einen oder die anderen heimischen Sportler verwiesen, von denen selten Notiz genommen wird. Wie etwa von einem anderen Grazer, dem mittlerweile 32jährigen Golf-Profi Lukas Nemecz, der im zweiten Anlauf gute Chancen hat, die wiedererlangte Tour-Karte zu behalten.

Turnhoffnung Alfred Schwaiger, Tennis-Sensation Filip Misolic und Golf-Routinier Nemecz im zweiten Frühling.

Auch an diesem Wochenende ist Nemecz in den Finalrunden im schottischen St. Andrews mit von der Partie – und all das trotz Problemen mit der Schulter, die er aber ebenso in den Griff bekam wie die Nerven beim Kampf um den Cut. Wäre er, gestählt durch die DP World Tour-Starts, mental nicht so gut drauf, dann hätte er wohl kaum das womöglich fatale Bogey auf Hole 17 nicht durch einen Schlaggewinn am letzten Loch wettgemacht. Damit schob er sich noch unter die Top 50, womit er auch seine Top 100-Position samt Option auf die Tour-Karte 2022/23 abgesichert haben dürfte. Jedenfalls eine kaum beachtete Leistung, die Respekt verdient.

Spielt bei Nemecz natürlich auch die Routine mit, haben bei den EYOF-Games (European Youth Olympic Festival) in Banska Bystrica heimische Jungturner unter Beweis gestellt, dass nach Weltcupsieger und Vize-Europameister Vinzenz Höck auch die nächste Turn-Generation zumindest an Einzelgeräten immer öfter zur europäischen Spitze aufschließt. Der erst 16jährige Wiener Alfred „Alfi“ Schwaiger gewann am Pauschenpferd, einst eine ungarische Domäne, die erste Bronzemedaille fürs Rotweißrot, seit es EYOF-Games gibt. Und sein Barren-Kollege Gino Vetter steht ebenfalls im Finale – als Vorkampfdritter mit reellen Medaillenchancen!

Auch diese medialen Mauerblümchen würden es sich verdienen, dann und wann mehr als nur eine kurze Randnotiz wert zu sein. Auch sie besitzen offenbar das Potenzial, sich als Größen zu etablieren. Zumindest damit spekulieren werden sie so dürfen wie Filip Milosic…

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