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Wenn ein HBP den Ehrengast gibt und sein geehrter Migrant den Fluchtgrund hochjubelt

Als das Kärntner PR-Genie Hannes Jagerhofer, unterstützt von unser aller Niki Nazionale Lauda, das Beachvolleyball entdeckte, war er in eine unschätzbare Marktlücke gestoßen. Ob jahrelang in Kärnten und später dann in Wien, der Fun- und Trendsport in Shorts und Bikinis wurde zu einem alljährlichen Summerhit, dem die WM 2017 auf der ausverkauften Donauinsel mit aufgeheizten Emotionen, eingepeitschten Slogans und historischem Silber die Krone aufsetzte. An all das und eine noch dazu durch lokale Helden patriotisch aufgemotzte Beach-Mania mag der gute Hannes gedacht haben, als er mit dem Verband die Europameisterschaft nicht nur nach Wien, sondern mitten in die Stadt zum Heumarkt holte – und so nebenbei auch in den Stadtpark zum „Einbaggern“ im Käfig, aber auch für die Nebenfront wieder auf die Donauinsel.

 

Von knappen Zweiteilern, längeren Shorts und dem PR-Genie Hannes Jagerhofer, das mit Bedacchvolleyball eine Marktlücke füllte.


Natürlich konnte der Mr. Beachvolleyball mit seinen Funktionären vom Fach nicht ahnen, dass sich weder die in die Jahre gekommenen Old-Beachboys Doppler und Horst noch die präsumtiven, designierten Nachfolger Seidl-Waller noch Ermacora-Pristauz oder das Jungdamen-Doppel Schützenhöfer-Plesiutschmig für die Olympischen Spiele qualifizieren und damit automatisch die Werbetrommel für die Tokio-Revanche in Wien rühren würden. Ja, blöd gelaufen, so könnte man sagen, aber Kaliber wie Jagerhofer, Alt-Präsident Kleinmann und Neo-Chef Gernot Leitner, der erfolgreiche Beach-Boy i. R., der einst mit Oliver Stamm ein Pionier des Trendsports war, wissen schon, wie man solch einen Event verkauft, der inzwischen ja Kultcharakter erlangt hat. Und was kann´s da Schöneres geben als einen Herrn Bundespräsidenten, der angesichts der bombastischen Medaillenflut in Fernost mittlerweile zu einem so großen Sportfan geworden ist, dass er auf mehr als nur einen Hupfer von der Hofburg zum Heumarkt kommt, um die noch im Bewerb verbliebenen rotweißroten Damen und Herren als erster Patriot in Staate anzufeuern.

HBP als Anwalt der Flüchtlinge bzw. Mustermigrant und Bronze Regimefüchtling Shamil, der Tschetschenen-Boss dankt.

Wobei das Wort Patriot im Rückblick auf die Hofburg-Ehrung angesichts der mehr als zwiespältigen Nachrichten über den Bronze-Judoka zuletzt einen mehr als schalen Nachgeschmack bekommen hat. Just der als Vorzeige-Migrant und Regime-Flüchtling hochgejubelte, eingebürgerte Bundesheer-Korporal Shamil Borchashvili hat sich nämlich nicht nur bei unserem HBP VDB und anderen Stützen der Sportgesellschaft bedankt, sondern unter dem Siegel „Allahu Akhbar“ auch den tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow als „unseren Anführer“ in einer Video-Botschaft hochleben lassen – jenen Kadyrow, von dem er mit Familie geflüchtet sein soll? Ja, wie gibt´s denn so was? Wer hat da wen hineingelegt oder gar falsch interpretiert? Ja, da bin ich schon gespannt, wie seriösdie Spuren bis zum womöglich bitteren Ende verfolgt werden. Die eher windigen Ausreden bis unglaubwürdigen Erklärungen des Judoka wie höchster Funktionäre werfen nämlich ein schlechtes Licht auf alle mit Olympia, Tokio und Ehrungen verbundenen Beteiligten.

Und unsereins fragt sich fast schon besorgt: Wo sind da plötzlich all jene guten Geister, die das Böseste vom Bösen wittern, wenn eine Reitamazone gegen einen störrischen Esel zur Gerte greift. Oder ein Trainer in einem persönlichen Ritual seinen (Judo-)Schützling mit leichten Ohrfeigen aufmuntert. Um aber am Schluss auch wieder zum Baggern am Heumarkt zurückzukehren, wurde ja zuletzt nicht nur von muslemischen Gralshütern, sondern auch von nimmermüden Feministen zum Halali auf die engen Bikinis geblasen, die zum Sexismus, wenn nicht sexuellen Missbrauch einladen würden. Zurück bleibt da nur noch die Frage eines ziemlich jung gebliebenen Ewiggestrigen: Wo, bitte schön, wird der Weltsport demnächst landen. Oder, um beim Beachvolleyball zu bleiben, stranden? Also auf zum Heumarkt, wo man die gute, gar nicht so alte Zeit im männlichen Ein- und weiblichen Zweiteiler noch erleben kann. Good luck, Hannes.

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