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Skifahren

Andere Zeiten, neue Parameter: Kommt Skiweltcup im Sommerherbst nicht zu früh?

Kann durchaus sein, dass ich bei einigen eingefleischten Ski- und Tourismusleuten unbeliebt mache, wenn ich mir zu schreiben erlaube: Hört in Zeiten von Klimawandel und Teuerungswellen auf, so früh mit dem Alpinweltcup zu beginnen, weil ein paar Wochen später immer noch früh genug fürs Wintersportgeschäft. Auch wenn ich ihm und seinen teils hochkarätigen Adjutanten mitunter kritisch gegenüberstehe, so muss ich dem Neo-Skiproduzenten Marcel Hirscher zustimmen, wenn er sagt, dass er diesen Saisonstart für verfrüht hält.

Ehrlich gesagt, selbst mich als Ski- und Rennsportfan, der selbst immer noch auf Bretteln unterwegs ist, hat bei 20 und mehr Plusgraden nicht nur in Wien jetzt keineswegs der weiße Rausch gepackt, der mich dazu drängt, über nicht einmal noch richtig präparierte (Gletscher)-Pisten zu wedeln. Und da dem zumindest einmal bei mir als passionierten Skimenschen so ist, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass über das harte, fanatische Kernklientel hinweg die Normalverbraucher um diese frühe Winterjahreszeit die Geschäfte stürmen, um sich für die kommenden Monate auszurüsten und einzukleiden.


Zudem habe ich ja immer noch in meinen Ohren, dass es sich beim Sölden-Auftakt (1997 war er einmal in Tignes) ja nur um eine erste Standortbestimmung auf allerdings einer der selektivsten Riesenslalompisten handelt, man also noch einige Wochen an (Trainings)Zeit habe, um mögliche Defizite abzubauen. Wie die Dinge liegen, so erwartet den Weltcup zu seinem Saisonstart auch die Premiere der Hirscher-Van-Deer-Rennski, in denen, so sagen die Auguren, auch die Croc- oder dann Augment-Ski stecken sollen mit zusätzlichem Knowhow von Atomic, auf denen Marcel ja zu acht Weltcup-Kristallkugeln getanzt ist.

Für ihn gilt, was auf den ganzen Tross zu trifft – es ist die erste Probe aufs Exempel, ob er mit seinen gekauften Spitzenleuten, darunter dem Exrivalen Kristoffersen, schon vorn mitmischen kann oder doch noch (wie die Sportler nach der Standortbestimmung) an einigen Schrauben drehen muss. Und das gilt natürlich auch für die ÖSV-Truppe, bei der es ja schon im Final Countdown einige Verluste, sprich: Ausfälle, durch Verletzungen gegeben hat. Nichtsdestotrotz werden die rotweißroten Asse zumindest andeuten, wenn nicht unter Beweis stellen müssen, dass unter der von Kopf bis Fuß und von oben bis unten ausgewechselten (Trainer)-Führung nicht nur frischer Wind weht, sondern auch die richtigen Reize und Akzente gesetzt wurden.

Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass der nächste Winter auch so sicher im Winter kommt, wie es das Sprichwort sagt. Auch wenn´s  manche nicht so gern hören – erst und nur dann werden Skirennlauf und Wintersportgeschäft in einer flockigen Gemeinschaftsproduktion zu einem Smash-Hit!

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