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Skifahren

Von Skieur d´Or, Golden Boys, Schröcksi-Stipendium und US-TV-Vertrag

Ehe die alpine Weltcupsaison an diesem Wochenende in Sölden mit angekündigtem Schnee beginnt, wurde der Skieur d´Or an den Rennläufer des Olympia-Winters vergeben. Wie immer, so gibt´s da die Qual der Wahl mit subjektiven Präferenzen, für wen man votieren will. Dass der junge Schweizer Marco Odermatt die mittlerweile Serge-Lang-Trophy getaufte Auszeichnung erhält, ist durchaus nachvollziehbar, schließlich wurde der neue Allround-Star der Szene als Weltcupsieger obendrein auch noch Olympiasieger im Riesenslalom, er ist also ein echter Golden-, aber auch Sunny Boy im alpinen Skizirkus. Wäre auch alles andere denn eine Sensation, sollte der RTL-Dominator Odermatt auch zum Auftakt auf einem der schwersten Steilhänge im Weltcup seinen (hauchdünn vor dem mittlerweile noch rekonvaleszenten Roland Leitinger) errungenen Vorjahrssieg wiederholen.

Bei allem Respekt vor und ganz ohne Neid gegenüber dem Eidgenossen tut mir der Kärntner Matthias Mayer leid, der wie schon bei der heimischen Sportlerwahl des Jahres wieder über die Klinge springen musste. Wie öfters schon geschrieben und bekräftigt, ist´s in der Tat mehr als schwierig, selbst innert einer Kategorie die unterschiedlichen Triumphe gegeneinander abzuwiegen oder objektiv zu messen. Auch wenn der „Mothl“ keine kleine Kugel geholt hat, so ist ihm allerdings ein Gold-Hattrick gelungen, den zuvor in ununterbrochener Folge noch kein alpiner Skirennläufer geschafft hat, sprich: hintereinander dreimal Speed-Olympiasieger zu werden, von Sotschi 2014 (Abfahrt) über 2018 (Pyeongchang/SuperG) bis 2022 (Peking/SuperG).


Was die Abfolge betrifft, so hat der alle vier Jahre wieder auf auf Olympia fokussierte Mayer damit auch den Norweger Kjetil Andre Aamodt (1992/2002/2006/jeweils SuperG) übertroffen. Und Trophäe hin, zusätzliches Abfahrtsbronze in Peking her, damit hat sich der 32jährige Sohn des ehemaligen Olympia- und WM-Zweiten Heli Mayer (1988/89/SuperG und RTL) selbst mit einem Alleinstellungsmerkmal dekoriert, das seinesgleichen sucht. Aber wie mehrmals gesagt und geschrieben: Geschmäcker und Ohrfeigen sind bekanntlich zweierlei.

 

Und wenn wir schon beim Final Countdown zur Skisaison sind, dann hat es der emeritierte Langzeitpräsident Peter Schröcksnadel verdient, dass seine erfolgreiche Tätigkeit mit einem nach ihm benannten Stipendium für Nachwuchsförderung auch post festum noch gewürdigt wird. Er selbst steuert mit einem Zuschuss von 20.000 Euro ja die Halbscheit bei, die andere kommt vom ÖSV, dessen neuer General Christian Scherer übrigens einen tollen Vertragserfolg verbuchen konnte. Das nordamerikanische NBC-Network schloss mit dem Skiverband einen Kontrakt über die vom ÖSV organisierten Österreich-Weltcups ab. Nach Sölden kann dann auch Lech bei hoffentlich guter Schneelage kommen – und natürlich der Kitzbühel-Klassiker und der Schladming-Slalom-Hit.

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