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Fussball

Eklat von Nizza zeigt, dass vor allem Kultklubs von Radaubrüdern missbraucht werden

Die Köln-Ikone Polster, der Doppelpack-Toni von ehedem, kann sich nicht vorstellen, wie es zu den skandalösen Exzessen und Ausschreitungen vor dem Europacup-Duell der Domstädter in Nizza gekommen ist. Singen und trinken, so behauptet Polster, würden die kultigen Köln-Fans natürlich, die zu Abertausenden an die Riviera gepilgert waren, angeblich an die 14.000. Aber soweit sich Toni Doppelpack entsinnen kann, gab´s durch sie und mit ihnen so gut wie nie gewalttätige Randale, sie würden eher Karnevals-Vorfreude verbreiten statt Angst oder gar Schrecken.

Da mag schon viel Wahres drin stecken in seinen Aussagen, die aber nichts daran ändern, dass es schon Stunden vor dem Spiel in der (Alt)Stadt zu Verwüstungen gekommen war, ehe sich vor dem Match in der Allianz-Arena wilde Szenen mit blutigem Raufhandel abspielten – bis zum folgenschweren Sturz eines „Fans“ von der Tribüne! Übrigens von keinem Kölner, auch von keinem Südfranzosen, sondern dem Polizeibericht nach von einem Mann aus Paris. Und der wurde nicht hinuntergestoßen, sondern ist, das zeigen Video-Bilder, aus eigener Schuld gestolpert und dann gestürzt.


Wie dieses Beispiel zeigt, muss man grundsätzlich vorsichtig sein mit Schuldzuweisungen und Vorverurteilungen. Nichtsdestoweniger stimmt es allerdings mehr als nachdenklich, dass es vor allem mehr oder weniger große Gruppen oder gar nur Grüppchen der sogenannten „Fans“ sind, die den Fußball als Mittel zum Zweck missbrauchen, der Faustrecht, Schlägerei, Randale und Skandale heißt. Das ist es, was diese nicht Insider, sondern Außenseiter der wahren Fußballgesellschaft im Visier haben und im Schilde führen, ob jetzt bei Heimspielen oder auch bei Auswärtsspielen und bei Auslandsreisen.

Und diese Radaubrüder und Krawallmacher mit krimineller und nicht sportlicher Ader haben sich vor allem bei den sogenannten Kultklubs über die Jahre hinweg als harter Kern eingenistet, bei dem Härte bis hin zu Brutalität regiert, quasi die Rückkehr der Hooligans von ehedem, derer aber im Gegensatz zum englischen „Mutterland“ am Kontinent weder die betreffenden Vereine noch die Security noch die schlussendlich verantwortliche Exekutive offenbar nicht Herr werden.

Das aber ist für meine Begriffe unverständlich, aber auch inakzeptabel angesichts der elektronischen Überwachungsmöglichkeiten von heute. Wenn sie wie mittlerweile auf der Insel richtig und konsequent eingesetzt werden/würden, können und müssten diese kriminellen Elemente schon im Vorhinein ausfindig gemacht, ausgeforscht und von allen „Fan“-Veranstaltungen ausgeschlossen werden.

Auch wenn es sich um Wurmfortsätze von Kultklubs handelt, so müssen mit den betreffenden Vereinen auch kommunale und staatliche Instanzen zu Präventivmaßnahmen gezwungen und auch zur Verantwortung gezogen werden. Wer zeitgerecht Vorsorge trifft, spart es sich, den Knüppel aus dem Sack zu holen, der nach dem Gesetz von Aktion und Reaktion nicht Frieden stiftet, sondern Zwist schürt und Streit züchtet.

Auch das sei im Zusammenhang mit dem Eklat von Nizza auch unseren Kultklubs Rapid und Austria mit ihren viel zu hofierten, einflussreichen, aber rabiaten Pseudo-Fans ins Stammbuch geschrieben. Oder, um ein Sprichwort zu zitieren: Wer sich mit Hunden ins Bett legt, darf sich nicht wundern, wenn er mit Flöhen aufwacht. Oder mit blutigen Nasen, Bisswunden oder Schädeltrauma nach einem Sturz …

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