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Grüne Hoffnung nach Spiel mit Feuer in Rot

Der LASK ging daheim ebenso unter wie die Wolfsberger, für die bei allem Respekt vor Engagement des Sponsors wie des Klubs, die fordernde Europa League eher Fluch denn Segen zu werden scheint. Nur die Rapidler hielten die rotweißroten Fahnen hoch, hatten es – der Wahrheit die Ehre – aber bei Dundalk mit biederen Iren zu tun, die sich zudem als Meister ihres Faches im Chancenverschleudern erwiesen.

Nicht auszudenken, hätte die eingewechselte schillernde Stürmerfigur den ersten Elfer gleich nach der Pause zum Anschluss genützt, hätte dieselbe nicht zwei weitere Großchancen vernebelt, wer weiß? Unterm Strich hat Rapid klar mit 3:1 gewonnen und sich damit – vorausgesetzt, es gibt in London gegen Arsenal nach Papierform keinen Punkt – wenigstens das erhoffte Endspiel um den Aufstieg ins Achtelfinale gegen Norwegens Meister Molde gesichert.


Man möge mich allenthalben als Kritikaster abtun, der sogar an einem Auswärtssieg was zum Nörgeln hat. Nichtsdestotrotz geht zumindest mir – das kommt ja hoffentlich bald in Mode – buchstäblich das „G´impfte“ auf, wenn ich den Stehsatz als Refrain höre, der da lautete: „Wir haben unsere Pflicht erfüllt, jetzt fehlt nur noch die Kür …“ Was auf den ersten Blick stimmt, das stimmt bei näherem Hinschauen aber eher höchst nachdenklich.

Reden wir nicht, wie leicht es Rapid vor der Pause gegen ein harm- und zahnloses Dundalk hatte, um mit zwei guten Aktionen mit 2:0 zu führen. Reden wir lieber darüber, wie die Rapidler leichtfertig bis fehlerhaft nach dem vermeintlich unantastbaren 3:0 den Iren bei fast allen (Gegen)-Angriffen sozusagen Tor und Tor öffneten, ob mit patscherten Elferfouls oder halbherzigem Zweikampfverhalten. Und obendrein selbst eine sogenannte „Tausendprozentige“ zum vierten Tor (Kitagawa) einfach so Mir-nix-Dir-nix ausließen. Ein Spielchen mit dem Feuer…

Wenn´s dümmer gelaufen wäre, hätte es im Handumdrehen im Finish auch 3:3 statt 4:1 stehen können, das sollte man bei den Hütteldorfern nicht vergessen oder übersehen. Fazit nach dem Schlusspfiff, mit dem Grünweiß noch im Rennen ist: Gut is ´gangen, nix is g´schehen. Und Auf- und Durchatmen mit der dringenden Aufforderung, die richtigen Schlüsse statt falscher Lobhudelei aus dieser Partie zu ziehen. Das echte Europa-League-Happy End ist noch ziemlich weit weg. Grün bleibt aber jedenfalls die Farbe der Hoffnung, dass zumindest ein heimischer Klub im Konzert der Großen überwintert. 

 

 

  

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