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Motorsport

Horror-Crash ohne Folgen, der in Zeiten wie diesen der Formel 1 noch Sinn gibt

Er hätte katastrophal, fatal, ja letal enden können, der Startunfall beim Formel-1-Grand-Prix von Silverstone. Der Horror-Crash, in den einige Fahrer, vor allem aber der Chinese Zhou verwickelt war, trieb manch einem den Angstschweiß auf die Stirn. Als das Zhou-Auto nach einigen Überschlägen kopfüber gerade noch in einem Fangzaun vor den Zuschauern hängenblieb, stockte allen der Atem – auch und gerade jenen, die im Laufe der Jahrzehnte schwere Unfälle mit tödlichen Folgen für Fahrer wie für Fans erlebt hatten. In den konkreten Fällen von Alex Albon und besonders natürlich Zhou kam schnell Entwarnung und Aufatmen: Gut ist´s noch einmal ´gangen, nix is´ g´schehen!

Und warum ist auch der Chinese so gut wie heil davongekommen nach diesem Mehrfach-Salto? Weil es die bei ihrer Installierung noch als Design-Verhunzung kritisierte, nein: gelästerte Karbon-Bügel gibt! Nur ihnen war´s zu verdanken, dass Zhou bei seiner spektakulären Bruchlandung nicht um einen Kopf kürzer gemacht wurde, wie das ziemlich sicher vor 10, 15 oder 20 Jahren noch der traurige Fall gewesen wäre. Abgesehen von vielen, notabene nicht nötigen, aber umso kostspieligeren Innovationen hat sich zum Auftakt des Silverstone-Rennens gezeigt, dass es im Grand-Prix-Sport immer noch, wenn auch im kleinen eingeschränkten Maße darum geht, nicht nur PS aus den Motoren zu kitzeln, nicht nur Zehntel und Hundertstel dank aerodynamischer Vorteile herauszuquetschen, sondern auch Vollgas zu geben, was die Sicherheit betrifft, besser gesagt: wie fest das immer leichtere Material der Boliden sein muss, damit es mit Sicherheit das Schlimmste beim Menschen verhindert.


Und nicht nur beim in der Relation doch eher kleinen Häuflein der Rennsportler, die ganz bewusst mit dem Risiko leben, sondern auch zum Wohle aller und nicht nur jener Normalverbraucher, die auf Straßen oder Autobahnen über ihre Lenkradkünste und damit auch übers Ziel hinausschießen. Immerhin hat die Formel 1 bei den atemberaubenden Szenen von Silverstone gezeigt, dass sie mehr als nur eine sündteure Spielwiese für kaltblütigen Temporausch ist, sondern auch als ganz wichtiges Versuchslabor für technische Entwicklungen dienen kann, von denen die breite Masse der Autofahrer profitiert. Auch dort gibt es ja immer wieder harte Ein- und Überschläge. So gesehen macht ein für diese vom Klimawandel bestimmte Zeit eher anachronistischer Rennsport doch noch Sinn!

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