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Motorsport

Le Mans, Habsburg und Qualitäten, die man im Blut hat und nicht kaufen kann

Ob echten blauen, adeligen Blutes, ob filmischen Geldadels aus Hollywood – immer wieder werden prominente Protagonisten ihrer Gesellschaft vom Benzinduft verführt und vom Temporausch gepackt. Die Namen samt ihren Siegen und Titeln können sich hören und sehen lassen, man denke nur an die Movie-Granden Steve McQueen, Paul Newman, Patrick Dempsey oder Michael Fassbender auf der Entertainment-Schiene oder auf der Adels-Linie vom Porsche-Huschke-von-Hanstein über den tragischen Helden Graf Berghe von Trips, den Tourenwagen-Prinzen Poldi von Bayern, unseren Andreas Nikolaus (Ritter von) Lauda, die Nr. 1 aller royalen PS-Reiter, bis zum Urenkel des letzten k. und k.-Kaisers Karl, dem früheren Formel-3- und DTM-Piloten, Vorjahrs-Le-Mans-Klassensieger und ORF-Experten Ferdinand (von) Habsburg, dessen lockere Art so herrlich mit dem Schönbrunner Deutsch im Clinch liegt.

Graf Berghe von Trips starb  beim Monza-GP. Gentleman-Driver Paul Newman wurde Le-Mans-Zweiter.


Aber der alles andere denn „g´schupfte Ferdl“ aus der Qualtinger-Kiste ist nicht nur schnoddrig wie einst unser aller Niki, sondern auch pfeilschnell – zumindest, wenn er den Lamborghini steuert. Andersrum: Unter seinesgleichen ist er sozusagen Kaiser… Auch wenn Habsburg in aller Ehrlichkeit gesteht, dass seine royale Herkunft in republikanischen Zeiten und Regionen immer noch ein Türöffner ist, so sind weder solche Wurzeln noch finanzielle Quellen, die sprudeln, die Triebfedern dieser Promi-Karrieren, ganz sicher nicht. Welchen Geblüts auch immer, in den Adern der wahren Adeligen ebenso wie denen des Film- und sonstigen Society-Adels muss einerseits die Leidenschaft fürs Rennfahren rinnen, andererseits der innere Drang fließen, die spezifischen Herausforderungen zu meistern, an die eigenen Grenzen zu gehen und dabei nicht nur, aber auch jene bei den Gegnern aufzuzeigen.

Hollywood-Fixstern Steve McQueen (links) und Leopold Prinz von Bayern, das BMW-Aushängeschild.

Das sind Eigenschaften und Qualitäten, die man um kein Geld der Welt kaufen kann, weil sie in der Natur der jeweiligen Person und/oder Persönlichkeit stecken müssen. Unsereins hat sich im Laufe der Jahrzehnte, die es die Motosport-Szene verfolgt hat, davon immer wieder überzeugen können. In den 70er- und noch frühen 80er-Jahren haben nämlich von übertriebenem Ehrgeiz gepackte, aber mit zu geringen Lenkradkünsten gesegnete, mehr oder weniger junge Piloten versucht, sich mit eigenen Mitteln oder Sponsorengeldern in höchsten Klassen zu etablieren, waren aber dabei meist im Eiltempo gescheitert wie Stuppacher, Boschitz und andere, die sich´s leisten oder richten konnten. Geld allein schießt halt ebenso wenig Tore wie Abermillionen oder royal Alteingesessenes fehlende Talente ersetzen können. In diesem Sinne erlaube ich mir, dem Ferdinand von und zu Habsburg in Le Mans alles Gute und vor allem ein unfallfreies, erfolgreiches 24-Stunden-Rennen zu wünschen!

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