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Neo-ÖSV-Boss Schmidhofer: Ein Präsident für alle, der sich möglichst wenig einmischen will_

Fußball-Euro, erste Sommerhitze, alte Corona-Regeln, nur ein Schmalspur-Event – statt einer Abschieds-Party für Schröcksnadel und Einstands-Feier für Schmidhofer gab´s in Villach nach 31 Jahren nur einen ÖSV-Präsidentenwechsel im kleinen Rahmen. Just in den ersten „Hundstagen“ des Jahres waren die vordem erhitzten Gemüter längst abgekühlt, als der zumindest hierzulande Nicht-mehr-Ski-Napoleon seinem – politisch kurz und korrekt gesagt – Kompromiss-Nachfolger, dem Teflon-Karli aus dem steirischen Raume Oberwölz, die (Start)Nummer 1 in die Hand drückte.

Anders als der ehemalige Präsidentschaftskandidat und Jetzt-nicht-mehr-Funktionär Michael Walchhofer, der Reformen angekündigt hatte, will sich der neue ehrenamtliche ÖSV-Präsident und Parlamentarier Abeundi eigenen Worten nach möglichst wenig einmischen, wird aber (wohl nicht nur) alle SportlerInnen mit seiner Handy-Nummer ausstatten, um ganz Ohr für ihre Anliegen zu sein. Und weil Schmidhofer, Onkel der rekonvaleszenten Super-Weltmeisterin Nicole Schmidhofer, halt ein gelernter Politiker ist, hat er auch nicht darauf vergessen, eigens sein Interesse, wenn nicht Herz für die Randgruppen des Skiverbandes zu unterstreichen, die da Gras-Skilauf, Ski-Bergsteigen, Schanzen- und Kombi-Damen heißen und was es sonst noch Schönes auch an neuen Frauen-Disziplinen gibt. Jetzt, da er sich mit Hilfe einiger Gleichgesinnter nicht nur, aber auch aus Niederösterreich, als ursprüngliches Wahlausschuss-Mitglied selbst als neuer Ski-Boss aus dem Hut hat zaubern lassen, will er natürlich – auch eine oft gehörte, gern verwendete Floskel – ein Präsident für alle sein. 


Und natürlich auch alles in seiner Macht stehende tun, damit sich Österreich als Ski-Nation Nr. 1 in und vor aller Welt bestätigt. Und dazu, wenn´s geht, den an die Schweizer verlorenen Nationen-Cup zurückholen, Stärken verstärken und Schwächen minimieren, damit der Skisport eine Hauptrolle als Werbeträger für den wichtigen, ja lebensnotwendigen Tourismus spielt. Gut gebrüllt, alter Seilbahntiger. Ob das aber alles wirklich so reibungslos funktioniert, wenn man sich nicht einmischen will, das steht auf einem anderen Blatt. Manchmal ist, auch daran sei der neue Skipräsident erinnert, das (ski-)sportliche Parkett noch rutschiger als jenes auf parlamentarischer Ebene. Vor allem, wenn´s einmal bergab gehen sollte und die Kritik(er) aus ihren Löchern kriechen. Dann könnt´s heißer hergehen als am Tag, als er offiziell die Nachfolge von Ski-Napoleon Schöcksnadel antrat, an dem sich oft die Geister schieden. Abwarten, ob der politisch Teflon-Karli die Kunst beherrscht, als Weichspüler auch beinhart zu handeln…

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