Fussball

Ohne 5:0 in Debrecen zu überschätzen, muss Rapid vor aktueller Fiorentina nicht in Ehrfurcht erstarren

Dass Austria nach dem Auswärtssieg in Warschau daheim fünf Tore gegen Legia kassiert und ausscheidet, das hätte nicht nur meine Wenigkeit so wenig erwartet wie den bombastischen, nach der Nullnummer von Wien wirklich sensationellen 5:0-Kantersieg der daheim schwächelnden Rapidler in Debrecen. So bitter das Aus für die Austria, so wichtig auch für das Uefa-Ranking die drei Punkte der Grünweißen, die es jetzt – Pointe am Rand – mit den italienischen Veilchen, den Fiorentina-Violas, zu tun bekommen.

Ganz schön schwierig, diese Herausforderung, aber wenn sie mich fragen, dann ist sie nicht ganz so unlösbar, swioe sie klingt, denn erstens ist bei allem Respekt die italienische Serie A keine A-Serie mehr, auch wenn Inters Vorstoß ins Champions-League-Finale mit italienischen Klubs (Napoli, Milan) als Steigbügel des Losglücks weit mehr Stärke vorgaukelt. Und der Traditionsklub Fiorentina, übrigens eine DIE, war vorige Saison sogar in den Abstiegskampf verwickelt gewesen.

Ich gehöre, wie man mir sogar des Öfteren ja auch vorwirft, nicht zu jenen, die sich in Hurra-Patriotismus zu illusorischen Vorhersagen versteigen, ganz sicher nicht, aber vor ItaIo-Mittelständlern muss man nicht mehr vor Ehrfurcht oder gar Angst erstarren, so wenig wie vor den meisten deutschen Mittelständlern. Wär´s anders, dann hätte es bei allem Respekt ja die aufgeblasene Arnautovic-Saga nie gegeben, ohne den technisch brillanten, aber körperlich wie konditionell und darob wohl auch besonders verletzungsanfälligen Arnie niederzumachen.

Ein 34-jähriger heimischer Rekordinternationaler ohne internationales Star-Image wäre in früheren Inter-Zeiten wohl kaum von einem Mittelständler wie Bologna geholt worden, nicht einmal als Schnäppchen auf Leihbasis am Ende langer Tage statt der vorerst kolportierten 10 oder 12 Millionen als Ablöse und mehr als 3 Mille per anno für einen 2- oder 3-Jahresvertrag. Aber die Fiorentina ist nicht Inter Mailand (mit Arnie), sondern in der aktuellen Facon eher ein FC Bologna (ohne Arnie)…

All das, was die Florentiner früher einmal auch im Fußball mit Ballkünstlern von ehedem gewonnen und erreicht haben, das zählt höchstens für Statistik-Fans, ist aber kein Spiegel der Realität, in der – nur zur Erinnerung – der längst bei Bayern ausgemusterte Ribery als 37jähriger noch eine schöne Pension kassierte, ehe er bei Salernitana in die Rente geschickt wurde. Nein, ich will da nicht Schönfärberei betreiben, wie das hierzulande ja allzu oft der Fall ist, aber auch kein Fußballwunder beschwören. Wichtig wird sein, dass die Rapidler – gestärkt durch ihr 5:0 in Debrecen – mit dem nötigen Schuss an Selbstvertrauen, allerdings auch ohne Selbstüberschätzung, zur Fiorentina-.Sache gehen, die schwieriger klingt als sie tatsächlich ist. Ich bin neugierig, was Rapid daraus macht…

 

 

 

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