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Schröcksi-Abschiedsparty miti Ehren, Büste, Stars und Rock´n-Roll-Ausrutscher

Schauplatz Hangar 7, wo jeden Montag aktuelle Sportthemen von Promisportlern und Sportpromis im Servus-TV behandelt werden. Just dort, wo sich das RedBull- Imperium des Didi Mateschitz zur Schau stellt, dort feierte – mit fast halb-jähriger, der Pandemie geschuldeten Verspätung – der inzwischen längst emeritierte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel (80) seinen Abschied mit etwa 300 Weggefährten und Freunden wie Volleyball-Guru Kleinmann oder Kunstlauf-Olympiasiegerin Trixi Schuba. Fast alle lebenden Legenden, aber auch junge, noch aktive Goldkinder seiner Ära waren gekommen, von Annemarie Moser-Pröll über Renate Götschl und Marlies Schild-Raich (im Duett mit Ehemann Benni) bis zu Lizz Görgl und Katharina Liensberger, von Eberharter, Trinkl und Fritz Strobl, von Marcel Hirscher mit Papa Ferdl und Mama bis Rekordspringer Schlierenzauer, von Reichelt bis zum Triple-Olympiasieger Mayer mit Schwarz und Feller, um viele Größen, aber nicht alle zu nennen. Auffallend war nur, dass die Kindesväter und Kindermütter Hermann Maier und Anna Veith durch Abwesenheit glänzten. Just jene zwei, die durch das Vertrags-Verhandlungsgeschick Schröcksnadels mit potenten Sponsoren besonders profitiert hatten…

Schröcksi mit Ortlieb, Eliasch + Schüssel, mit Leistner, Stadlober + Büste; Autor JM mit Mitter sen. + Pum.


Aber sonst fast alles da von Rang und Namen. Auch von ÖSV-Granden wie Leistner und Pum, von Cheftrainern, Wirtschaftsbossen und natürlich Polit-Granden wie Altkanzler Schüssel, Altlandeshauptläuten wie Van Staa (T) und Pühringer (OÖ) bis zu den aktuellen “Landesfürsten” wie Hans Peter Doskozil (Burgenland) und Wilfried Haslauer (Salzburg). Als ihm ebendieser dann das Ehrenzeichen des Landes überreichte, just jenes Landesverbandes, mit dem Schröcksnadel im Nachfolgekarussell im Clinch gelegen war, konnte sich der Ski-Napoleon einen ironischen Seitenhieb nicht ersparen. „Salzburg war´s letzte Bundesland, von dem ich´s krieg – von allen anderen hab´ ich´s schon g´habt …“

Salzburg ließ aber am Rande der Mozartstadt auch noch insofern grüßen, als ihm seine Nachfolgerin Roswitha Stadlober, vormals Steiner, als ÖSV-Geschenk eine Schröcksi-Büste eines mittlerweile verstorbenen tschechischen Bildhauers überreichte – eine Skulptur, die das männliche ÖSV-Mädchen für alles, Ingenieur Kurt Matz, organisiert hatte. Und in alter, mehrmals umarmter Freundschaft hatte es sich auch der von ihm forcierte neue FIS-Präsident und Head-Besitzer Johan Eliasch nicht nehmen lassen, mit dem Privatjet einzufliegen, um dann eine auf Papier vorbereitete, längere Lobeshymne in Englisch auf Schröcksnadel zu singen, ohne dessen Einsatz – auch an die Salzburg-Adresse – wohl Saalbach-Hinterglemm kaum den WM-Zuschlag 2025 bekommen hätte.

Im Small-Talk mit Patrick Ortlieb, der Schröcksnadel wohl als ÖSV-Vertreter in der FIS folgen dürfte, ging´s für Eliasch aber schon um die Wahl des WM-Schauplatzes 2027, wo sich ein Duell von Crans-Montana mit, ja mit Andorra abzeichnet, jenem Kleinstaat in den spanischen Pyrenäen, der schon Junioren-Weltmeisterschaften und Weltcups ebenso organisiert hat wie Tour-de-France-Etappen. Es geht auch um die Frage, wie weit sich die FIS öffnen und den inneren Kreis verlassen soll…

Auch meine Wenigkeit wurde übrigens als Co-Autor des vom „Ski-Napoleon“ autorisierten Buches mit dem simplen Titel „Schröcksnadel“ (mit Clemens Hellsberg, Ex-Vorstand Wr. Philharmoniker, Seifert-Verlag, 25,95 Euro) von der früheren Ski-Weltmeisterin und mittlerweile fabelhaften Moderatorin Alexandra Meissnitzer auf die Bühne geholt, um ebendort dem p. t. Publikum zu verraten, dass mich mit P. S. schon uralte Bande verbinden, die bis zu seinen Anfängen als Pisten-Guru mit einem TV-Auftritt in den frühen 70er-Jahren reichten, aus denen sich trotz manch kritischer Töne eine langjährige Freundschaft entwickelte. Wer viel versucht, manch Neues riskiert, der macht eben auch da und dort Fehler. Nodody is perfect. Nobody und nichts, weder auf Pisten noch Parkett. Am Ende legte Schröcksi mit Lizz Görgl, der Dancing-Queen i. R., sogar einen Rock´n Roll aufs Parkett, Sturz inbegriffen. Einziger Ausrutscher einer Farewell-Party im Hangar, die wirklich aller Ehren wert war.

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