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Von Foda, Arnie, Alaba und nächster Pflicht, die im Play-off zu erfüllen ist

Gegen Moldawien, korrekt gesagt Republik Moldau, hat Österreich auch ohne Alaba, dafür aber mit einem Arnautovic-Doppelpack mühelos 4:1 gewonnen, also die Pflicht erfüllt und damit Teamchef Franco Foda indirekt im Amt bestätigt! Fußballfreunde, was will man mehr! Österreich ist zwar nur Gruppenvierter hinter den Israeli, die bei gleicher Differenz mehr Tore geschossen haben und so nebenbei auch gegen uns um eines mehr als wir gegen sie, dafür aber haben wir über den Umweg Nations-Cup unser Ticket für das WM-Play-off-Turnier im März sicher.

Und Arnie, unser aller Bologna-Star Arnautovic, ist inzwischen auf dem Weg zum ÖFB-Nonplusultra aller Zeiten, nicht wahr. Nur noch zwei Mann, Andi Herzog (103) und der serbische Busenfreund „Dragerl“ Dragovic (98) haben mehr Länderspiele als er in den Beinen. Und nur Doppelpack Toni Polster (44) und Goleador Hans Krankl (34) rangieren in der Ewigen Bestenliste der Torjäger vor dem einstigen, damals allerdings einsatzlosen Inter-Triple-Sieger, Werder-, Westham- und Shanghai-Legionär, der es mit zwei Toren gegen Moldawien schon auf 32 Treffer gebracht hat!


Superlative, wohin man schaut, oder? Was die Euphorie der Fans betrifft, so ist sie nicht nur der Klagenfurter Kälte wegen im tiefsten aller Keller angesichts der nicht mehr als 1800 Unentwegten, die sich Montagabend in der Wörthersee-Arena die klammen Hände schütteln konnten. 1800 Fans bei einem Länderspiel ohne harte Covid-Verbote und nur mit kleineren partiellen Einschränkungen sind ganz gewiss ein neuer österreichischer Negativ-Rekord – und alles trotz der Werbung in eigener Sache mit dem durchaus passablen 4:2-Sieg nach zweimaligem Rückstand ganze drei Tage davor an gleicher Stelle gegen die Israeli. 

Nichtsdestotrotz, meine Damen, Herren und Sonstige, um politisch so korrekt zu sein wie es Kogler und Co verlangen, dürfen wir uns schon auf die WM-Play-off-Spiele freuen, auch wenn wir der Auslosung am 26. November trotz aller Hoffnungen auch mit einigen Bangen entgegenblicken. Da uns die nur zuletzt aufpolierte Quali-Bilanz in Topf 2 steckt, müssen wir darauf gefasst sein, unter Umständen ganz Große aus dem ersten Topf ärgern zu müssen, um von der ersten Play-off- in die zweite aufzusteigen. Wie man weiß, würden unter anderen die Europa- und Ex-Europameister Italien und Portugal, Schweden, Russland, wenn nicht Holland, dann Türkei oder Norwegen warten, dazu noch Polen, Tschechien, Schottland, Wales oder unser Lieblingsgegner Nord-Mazedonien.

Natürlich wär´s möglich und denkbar, dass auch wir Österreicher als Außenseiter der europäischen Beletage den Großkopferten so den Marsch blasen wie die Schweiz den italienischen Europameistern oder die Serben den Portugiesen um Superstar Ronaldo, und Montenegro im Finale furioso den allzu selbstsicheren bis arroganten Holländern. Alles immer vorausgesetzt, unsere mehrheitlichen Fußballsöldner wachsen wieder so über sich hinaus wie in der zweiten, begeisternden Spielhälfte bei der Euro 2021 gegen den späteren, jetzt aber schwächelnden Champion Italien.

Die 25 plus guten Minuten wie in Klagenfurt gegen einen unterbemittelten (Jausen-)Gegner aus Moldau jedenfalls werden bei den Play-off-Duellen um ein Katar-Ticket gegen ganz andere Kaliber ganz sicher nicht genügen. Dann wird´s nötig sein, in 90 oder mehr Minuten die Qualität auf den Platz zu bringen, von der immer die Rede ist. Doppelpack-Arnie und Real-Millionär Alaba nicht nur inbegriffen, sondern in der Rolle der vorbildlichen Vorreiter. Das ist die neue Pflicht, die das Fußballteam im März erfüllen muss, will es die triste 2021er-Vergangenheit bewältigen und die Fans wieder versöhnen. Merks: Bilanzen und Prognosen sind auch dazu da, widerlegt zu werden …

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