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Fussball

Von Frauen vor, noch ein Tor, anderen vorlauten Tönen und dazu noch “Serenaden”

Zwar gibt´s noch das Freiwasserschwimmen und das Wasserspringen mit wenig chancenreicher rotweißroter WM-Beteiligung in Budapest, bin mir aber sicher, dass auch den treuen Blog-Lesern das Wasser langsam bis zum Hals steht.  Dafür gibt´s ja genug andere interessante Dinge, Resultate, Ereignisse, Ergebnisse und Entscheidungen, die es in sich haben oder haben können, wer weiß?

Erstes Beispiel: Nur zwei Monate nach der dann doch abgesagten Lizenz-Verweigerung aus finanziellen Gründen scheint bei der Wiener Austria die Kaufwut ausgebrochen zu sein, wobei man sich zwangsweise die Frage stellt: Haben die ausgelaufenen Wahnsinnsverträge von Grünwald und Co. die Violetten an den Rand des Ruins getrieben? Oder holt sich der Ex-LASK-Boss und Austria-Retter Jürgen Werner mit einigen Jung-Linzern zurück, was ihm zusteht?


Beispiel zwei betrifft den Erzrivalen Rapid: Die Generalversammlung der Grünweißen, die sich finanziell ebenfalls nach der Decke strecken müssen, steht vor der alles entscheidenden Gretchenfrage: Brauchen wir, nein: müssen wir unbedingt ein Frauenteam auf die Beine stellen, schon deshalb, um der Political Correctness des Führungs- und Sponsorenpersonals gerecht zu werden?

Ja, wann sonst, wenn nicht jetzt muss das unbedingt so sein, da die selbstredend mit allem öffentlich-rechtlichen Drum und Dran beworbene Frauen-Euro in England mit dem Eröffnungskracher der „Three Lionesses“ mit Rotweißrot ansteht, nicht wahr. Und was kümmert Fortschrittliche die Ewiggestrigen aus Salzburg, die die Dosen-Millionen lieber in Jungkicker aus aller Welt stecken als damit alles andere denn prickelnde Flaschen zu füllen. Da ist man im sportlich abgehängten Hütteldorf schon viel weiter, da träumt man schon vom Frauen-Derby, wenn´s bei Grünweiß vs. Violett in der Kassa klingelt. 

Sarah Puntigam jubelt über Ehe(frau) und Tor. Cafetier-Spross Querfeldt und Co. im doppelpack-Glück.

Bleiben wir beim Fußball, Rapid und dem U19-Team, das sich mit einem 3:2 gegen Serbien als Gruppendritter doch noch ein Play-off-Duell mit Gastgeber Slowakei um ein WM-Ticket in Indonesien geholt hat. Auch dank des grünweißen Doppelpack-Schützen Poldi Querfeldt, einem Spross der berühmten Kaffeehaus- und so nebenbei auch Ruder-Dynastie. Kaum hatte er zweimal eingenetzt, der junge Mann, war er auch schon gut vernetzt mit Medien, denen er folgenden angesichts der ersten beiden Niederlagen doch interessanten Satz diktierte: „Wenn wir als Mannschaft auftreten, dann sind wir nicht zu stoppen!“ Eine Aussage, die kaum zu toppen ist. Sind er & Kollegen etwa vordem nicht als Team aufgetreten? Schwamm drüber. Halt noch ein junger Löwe, der erstmals laut gebrüllt hat.

Im Gegensatz zu Nachwuchs-Qualis beschränkt sich der Vereinsfußball derzeit, wenn überhaupt, auf Testspiele, vor allem aber auf den Transfermarkt, in dem eine spekulative Seifenblase die nächste jagt. Dass Gareth Bale als teuerster Bankdrücker lieber gegen gutes Geld nach Los Angeles wechselt statt heim nach Cardiff, war mehr als verständlich. Dass aber der neue Chelsea-Besitzer aus Amerika den 26jährigen Timo Werner, für meine Begriffe bei allen Abschlussschwächen ein Stürmer und Dränger mit Zukunftsperspektiven, noch schnell gegen den 36jährigen Ronaldo tauschen will, das lässt sich nur mit sportlichem Peripher-Wissen, dafür aber PR-Präferenzen erklären. Soll er mit seinem Geld machen, was er will …

Wenn wir schon bei PR sind, dann ist sie der mittlerweile 40jährigen Serena Williams vor, bei und wohl auch nach der Rückkehr in Wimbledon jedenfalls sicher. Als sie zuletzt nach einem Jahr der Verletzungs-, Mutterpflichten und sonstigen Abwesenheitspausen wieder kam sah und siegte, hätte man meinen können, die ÚS-Sirene aus dem einstigen Sister-Act hätte nur den Akku wieder aufgefüllt. Die Sieges-Schlagzeile verbarg natürlich, dass Serena keinen Solo-Akt absolviert, sondern an der Seite der ersten afrikanischen Top-Top-Spielerin, nämlich Ons Jabeur, einst Nr. 1 der Juniorinnen, zweimal gewinnen konnte, ehe sie w. o. geben musste.

Ab einem gewissen Alter zwickt und zwackt es eben. Ob sie diese Wehwehchen und die im Vergleich zu früheren Jahren noch weit schlagkräftigeren, jüngeren Damen-Semester überwinden kann, scheint mehr als zweifelhaft. Sollte sie es aber schaffen und mit dem 24. Grand-Slam-Titel mit Margaret Court-Smith (Aus) gleichziehen, dann käme das einem mittleren Wunder gleich. Das und die aber werden unter gleichen Voraussetzungen und lauteren Mitteln im Weltsport immer seltener. Die Inflation ist vorbei. Wunder sind wieder Wunder.

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