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Von Kraft-Akten im Doppelpack eines außergewöhnlichen Sprungkraftmeiers

Wenn´s um den aktuellen Überflieger der Schanzen geht, dann drängen sich ja Wortspiele im Zusammenhang mit seinem Namen zwangsläufig auf. Wer Stefan Kraft sagt, der weiß zwar, dass es sich optisch bei ihm um keinen Kraftlackel handelt, der vor lauter Muskeln fast platzt, der weiß aber auch, dass er aber ein echter Kraftmeier ist, was seinen Absprung am Schanzentisch betrifft. Kraftvoll, dynamisch, aber offensichtlich auch so gefühlvoll, dass er die richtige Flugkurve erwischt. Und dass der Weltcupsieger, Tournee-Gewinner, Team-Olympiasieger auch die geforderte perfekte, stilistisch eindrucksvolle Telemark-Landung hinknallt, wenn er nicht gerade 253,5m weit segelt wie beim Weltrekord, das hat er einfach seit Schülerzeiten intus. Gelernt ist eben gelernt.

Vier Weltcupspringen, vier Siege, begleitet und auch unterstützt von einer bärenstarken österreichischen Mannschaft, die unter Cheftrainer Widhölzl wieder so kräftige Flügel bekommen hat wie in den besten Tagen unserer besten Adler – ein Synonym für siegeshungrige Skispringer, eingenistet in der tollen Preiml-Ära, übernommen von der „Bild“-Zeitung, als die Deutschen in der Post-Ossi-Ära der Konkurrenz nicht immer, aber oft genug die Flügel stutzten. Wenn man neue junge Hupfer und bewährte alte Haudegen um such hat, die einen beflügeln, dann kann´s bei angeborenem Talent und hart erarbeiteter Klasse zu solch himmelstürmenden Kraft-Akten kommen. Neuerdings alles im Doppelpack wie in Ruka und in Lillehammer auf den Schanzen, sondern auch ganz privat, weil Stefan seine Marisa ein Jahr nach der ersten großen Hochzeit im kleinen Familienkreis im Juli noch einmal geheiratet gar, ganz offensichtlich nach seinem neuen Motto, das da heißt: Doppelt hält besser!

Bei allen Fähigkeiten und Eigenschaften, die ihm in die Wiege gelegt wurden oder die er sich im Lauf der Jahre angelernt und erworben hat, so hat ihm die Natur einen Trumpf zugespielt, der wie so viele andere Atouts zusätzlich Goldes wert ist. Wer vor allem in sportinteressierten Kreisen von Stefan Kraft spricht, der hat ein Gesicht vor Augen, das man sich einprägt und merkt. Einen unverwechselbaren Typ, ganz anders wie einst Goldberger, aber eben von innen nach außen von eigener Art. Kein Goldi, aber ein Krafti. Bleibt nur noch zu hoffen und zu wünschen, dass bei den Alpinen aus dem universellen Schwarz ein Blacky schlüpft,. der wie große Vorgänger zum öffentlichen Gemeingut wird. Nicht nur der Skisport lebt von solch Außergewöhnlichen.    

 

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