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Warum sind wir hinten, wenn die Allerbesten auch im Baby-Slalom vorn sind?

Zweites Rennen, zweiter Flop unserer SkDie i-Damen, das lässt sich nicht leugnen! Ein sechster und ein 12. Platz in einem Slalom, das ist mehr als enttäuschend, da darf man sich nichts vormachen. Ob die rotweißroten Pisten-Girls das Ergebnis binnen 24 Stunden umdrehen und womöglich eine viermalige Levi-Siegerin wie Petra Vlhova, oder die durch Rückenprobleme leicht behinderte Mikaela Shiffrin jagen oder gar schlagen können, wage ich zu bezweifeln. Dazu hat´s mit Ausnahme weniger Teilpassagen und Kurzen Episoden zum einen am nötigen Punch gefehlt, zum anderen aber auch an technischer Perfektion, das war augenscheinlich.

Kritik ist jedenfalls durchaus angebracht, trotz allem aber wär´s voreilig und damit falsch, so etwas wie Weltuntergangs- oder Panikstimmung zu verbreiten, weil dieser spezielle, eher sanfte Hang in Lappland keine allgemeingültigen Rückschlüsse zulässt, zumindest nicht generell oder pauschal. Kleine Fehler oder fehlende Aggressivität können sich angesichts leichter Kurse und knapper Abstände wie Levi höchst fatal auswirken, man denke nur an die Slalom-Supermänner Marcel Hirscher oder auch Felix Neureuther, die im hohen Norden von Finnland sogar Finaldurchgänge verpassten.

Gegen Vlhova (l.), aber auch Erzrivalin Shiffrin (r.) hatte Weltmeisterin Katharina Liensberger das Nachsehen.

All das muss man zwar bei einer Analyse eines doch mehr als enttäuschenden Resultats ins Kalkül ziehen, andererseits haben ja die großen Zwei, also Vlhova und Shiffrin, wie in Zürs auch der neue Slowenen-Star Andreja Slokar wieder einmal bewiesen, dass die Allerbesten der Zunft nicht nur auf den schwersten Pisten, sondern auch auf vergleichsweise einfachen Strecken ihre Klasse ausspielen, triumphieren oder zumindest ganz weit vorn sein können. Quintessenz: Wer um Siege mitmischen will, der darf sich keinen Fehle erlauben, zu eng und dicht ist inzwischen die Weltklasse.

Daran zu arbeiten, um Fehler auszumerzen und die unübersehbaren Defizite so schnell wie möglich ausgleichen zu können, das wird man ja als Wegbegleiter des Weltcup-Zirkus ebenso verlangen dürfen wie als patriotisch gesinnter Ski-Fan. Andererseits wieder ist´s alles andere denn verständlich oder zu akzeptieren, dass sich Trainer-Chefitäten ob Kritik auf den Schlips getreten fühlen. Wer weiß, ob nicht der Fehler des einen oder anderen im Weltcup-Countdown zu fehlerhaften Fahrten beim enttäuschenden Weltcup-Auftakt in Zürs wie Levi geführt hat..,

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