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Bayern-Pleite oder: Sensationen a la Augsburg als Salz in der Suppe

Für Uli Hoeneß, KH Rummenigge, Olli Kahn und den FC Bayern unter Jung-Trainer Julian Nagelsmann war´s zweifellos eine bittere Pille, die sie in Augsburg schlucken mussten. Der 2:1-Heimsieg des Nachzüglers gegen die teuerste, in der deutschen Bundesliga führende Truppe aber kam nicht nur für die Augsburger und ihre Fans wie ein Geschenk des Himmels. Ja, das ist es, was den Fußball so schön und so populär macht, dass zumindest hin und wieder der belächelte David dem vermeintlich fast unschlagbaren Goliath, sowohl sportlich als auch materiell, ein Bein stellt.

Ja, bei diesem Überraschungssieg des Tabellen-Vierzehnten gegen den Tabellenführer hat sich wieder einmal gezeigt, dass Abermillionen zwar auf längere Sicht auch den längeren Atem garantieren, es aber dann und wann doch Ausnahmen von dieser Regel gibt, so etwas wie das Salz in der Suppe des Fußball-Eintopfs wie -Alltags. Ja, und es zeigt auch, dass Geld halt nicht immer die entscheidenden Tore schießt oder verhindert, sondern an besonders guten oder glücklichen Tagen der einen und besonders schwachen wie glücklosen Stunden der anderen der Ball ganz anders rollt als erwartet.


Nagelsmann kassierte dritte Bundesliga-Pleite, während Augsburg-Coach Weinzierl Sensation beklatscht.

Beim 2:1 der Augsburger, zu dem ÖFB-Teamspieler Gregoritsch auf der Ersatzbank so nebenbei nichts beitragen konnte, triumphierte eine Mannschaft mit einem Marktwert von etwa 100 Millionen Euro über ein Team, das über den Daumen etwa 800 Millionen, wenn nicht mehr, wert ist. Und mit Markus Weinzierl behielt im Duell junger deutscher Trainer jener die Oberhand, der sich mit geschätzten 500.000 Euro (brutto) per anno begnügt, während der zudem um Millionen von Leipzig ausgekaufte „Wunderwuzzi“ Julian Nagelsmann mit kolportierten acht Millionen Euro Gage im Jahr der höchstbezahlte Coach der Bundesliga ist.

Hier geht´s keinesfalls darum, Neid(-gefühle) zu wecken, schließlich gehören in diesem Business um Angebot und Nachfrage immer zwei (oder im gegenständlichen Falle mit RB Leipzig sogar drei Parteien) dazu, die sich auf diese Abschlagszahlungen bzw. Jahresgagen einigen. Und wer weiß, vielleicht hat auch der überdimensionale mediale Nagelsmann-Hype dabei eine mehr oder weniger große Rolle bei diesem „Transfer“ gespielt.

Wie auch immer – irgendwie hat´s mich insofern enttäuscht, dass just der FC Bayern, der ansonsten stets betont, dass er sich am Millionen-Wettrüsten nicht zu beteiligen gedenkt, sich selbst in der Trainer-Causa untreu wurde. Ich bin gespannt, wie sich das Rad in München weiterdreht, schließlich war die Niederlage in Augsburg bereits der dritte Ausrutscher der Saison in der Bundesliga. Und das ist, gemessen am Bayern-Etat und am Kader des Rekordmeisters und Ex-Champions-League-Siegers schon ganz schön in den roten Zahlen. Den Bayern-Bossen mags ein Dorn im Aiug´sein – für den Fußball im Allgemeinen und die Bundesliga im Besonderen sind solche Favoritenstürze ein Segen.

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