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LIVE MIT JOE METZGER

Dringend die Levi-ten lesen, damit die Skination Nr. 1 nicht zum Statisten schrumpft

Das Imperium schlug keineswegs zurück, sondern bekam im zweiten Levi-Akt eine noch fürchterliche auf den Deckel! Was auch immer eine Weltmeisterin, Olympiazweite und im Team vergoldete Katharina Liensberger im Finale noch schaffen oder verjubeln würde, war zur Halbzeit des Levi-Slalom-Doppels nur noch Makulatur! Der neuen Skipräsidentin Stadlober, als Roswitha Steiner einst zweimalige Slalom-Weltcupsiegerin und Vizeweltmeisterin (1987) muss ja das Herz bluten angesichts einer der größten Skiblamagen, die sich da anbahnte mit gerade zwei Läuferinnen, die sich fürs 30er-Finale qualifizierten!

Mag schon sein, dass der spezielle Hang in LJevi, oben flach, dann steil und unten wieder flach seine speziellen Gesetze hat, was aber nichts daran ändert, dass die Besten der Besten als übliche Verdächtige ebenso vorn waren  wie die größten Talente aus anderen Ländern und Verbänden, ob große wie die USA (Sunshine), Norwegen (Stjernesund und Co.) oder Schweden (Elfman) und eher fast verschwindend kleine wie Kroatien (2 Top 10), wobei zwei Briten-Girls (Guest/Tilley) auf schnellerem Weg als ÖSV-Jungdamen ausschieden …


Ja, wie versucht man´s den entsetzten Ober-Chefitäten zu erklären? Wo lag der (Polar)Hund begraben? Falsch trainiert oder nur falsche Einstellung zum verspäteten Weltcupstart? Ich weiß zwar, wie und was der neue, aber lange im ÖSV tätige Damenchef gemeint hat, nichtsdestotrotz klang´s natürlich seltsam, als er den Vorwurf erhob, die Rennläuferinnen wären nicht richtig renngefahren, obwohl sie es im Training richtig gut trainiert hätten!

Seine Hoffnungen, nach dem besseren zweiten Lauf des ersten Slaloms würde es weitere Fortschritte im zweiten geben, erwiesen sich als Trugschluss – sowohl bei den älteren Semestern als auch bei den Starlets Egger und Astner, die am zweiten Tag noch viel schlechter fuhren als zum Auftakt. Von „Renntieren“, die haufenweise finnische Rentiere als Siegespreise einheimsen wie Shiffrin, Vlhova oder es bei uns taten wie ein Hirscher (3), eine Schild (2), aber auch Herbst und Raich, ist dieses Damenteam offenbar weit entfernt.

Ich bin schon gespannt, wie sich der Skiverband aus diesem Erklärungsnotstand befreit, der ja nicht einen, sondern ganz sicher viele Väter hat, auf die offensichtlich zu viel gehört oder zu wenig geachtet wurde. Anders kann´s ja nicht sein, dass der Skiverband mit der besten Struktur, dem höchsten Budget, größter Geschichte, tollsten Vorbildern und reichweitester medialer Unterstützung zumindest nach den ersten Momentaufnahmen zum Statisten, wenn nicht schadenfroh belächelten Lachnummer schrumpft.

Ohne in Panik zu verfallen, so herrscht Handlungsbedarf, um die nötigen Konsequenzen aus dieser Pleitenserie zu ziehen, damit diese Abwärtsspirale möglichst schnell eingebremst und neben den altbekannten Namen auch eine neue Generation an Topläufern produziert wird. Einer Herausforderung, der sich auch der in vielen prekären Situationen geeichte Alpinchef Herbert Mandl stellen muss. Und dazu gehört auch, dass man Fehler gesteht und nicht aus verletztem Stolz verdrängt. Andersrum: Übel muss bei der Wurzel gepackt, nicht oberflächlich behandelt oder gar – Motto: Zeit heilt schon Wunden – weggeschoben werden. In diesem Sinn hoffe ich, dass den mitunter saturierten Nicht-100-Prozent-RennläuferInnen die Levi-ten gelesen werden…  

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