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Motorsport

Hartes FIA-Urteil gegen RedBull oder: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass

So haben es Schlagzeilen verbreitet: Harte Strafe gegen Red Bull Racing wegen (1,6%) Budgetüberschreitung! Toto Wolff, der Mercedes-Erzrivale, spricht von einer richtigen und gerechten Entscheidung. Das Weltmeister-Team akzeptierte das FIA-Urteil zähneknirschend, ohne aber Einspruch zu erheben. Eh klar, schließlich wurde Max Verstappen sein erster WM-Titel nicht am grünen Tisch entzogen, er ist und bleibt damit zweimaliger Weltmeister der Formel 1. Aber wie hart, wenn von extrem harter Bestrafung allenthalben die Rede ist, trifft es Red Bull schlussendlich wirklich?

Komme mir keiner, bitte vielmals, und erkläre mir, dass die sieben Million Dollar an Geldstrafe beim Milliarden-Imperium des verstorbenen Dosen- und Unternehmer-Giganten in die Waagschale fallen! Und wenn ich lese, dass Red-Bull-Racing im Verein mit Red-Bull-Powertrain allzu großzügige Prämien oder Sozialleistungen für Mitarbeiter nicht einberechnet hätten, im Klartext also quasi unterschlagen, dann geht einem schon auch das G´impfte auf!


Was die fünf bis 10 Prozent weniger an Windkanal-Tests bedeuten, die Verstappen und das Weltmeisterteam (aber nur bis Mitte 2023) absolvieren dürfen für die Gesamtentwicklung des Boliden, wage ich als mehr oder weniger technischer Laie nicht zu beurteilen oder zu prophezeien. Auch wenn da und dort erst lauthals Zeter und Mordio geschrien und jetzt Genugtuung geäußert wurde, so erinnert mich in meiner eher simplen Betrachtungsweise dieser „gnadenlose, unbarmherzige Richterspruch“ eher an ein salomonisches Urteil nach der Devise: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Vielleicht hat auch der Tod von Didi Mateschitz dabei eine Rolle gespielt, wer weiß?

Prinzipiell allerdings mag die Strafe insofern richtungsweisend sein, um auch den Superreichen unter den High-Tech-Verschwendern auf vier Rädern zu signalisieren, dass die Zeit im Wandel der Zeiten und des Klimas reif ist, um sowohl finanziell als damit auch technisch auf die Bremse zu steigen. Und wenn auch durch TV-Werbetrommeln diese anachronistische Show– ich hab´ sie selbst ganz ohne Grün-Stich mehr als 20 Jahre mit allen Granden der Szene verfolgt – wieder nach dem Motto: Brot und Spiele gefragter denn je scheint, dann wenigstens mit beschränkten Mitteln und limitierten statt explodierender Kosten. Wenn allerorten von der Politik diktiert wird, den Gürtel enger zu schnallen, dann muss auch die motorsportliche Königsklasse den Sparstift ansetzen.

Wer´s nicht hören oder sich danach richten will, sollte es zu spüren bekommen. Wie sehr die aktuelle Strafe die roten Bullen mit dem Oranje-Champion aber wirklich schmerzt, sei dahingestellt.  Mir kommt´s in etwa so vor, als würde ein (stink)reicher Normalverbraucher im Monat ein, zwei Fasttage einschieben statt es bei vollen Hosen(taschen) krachen zu lassen.

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