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Im Countdown zur Katar-WM haben pseudo-kritische Heuchler wieder Saison, hurra!

Alle Jahre wieder, kommt …. Nein, nein, hat nichts mit Weihnachten, Christkind oder Santa Claus zu tun, sondern damit, dass vor allen Top-Sport-Events eben diese, deren Länder, deren aktuelle politische Situation oder gar aus unserer Perspektive andere Gesetzes-Interpretationen verdammt, verteufelt und ins schlechte Licht gerückt werden. Dieses (mediale) Spielchen wiederholt sich vor Olympischen Sommer- und Winterspielen wie das Amen im Gebet ebenso wie vor Weltmeisterschaften oder anderen Topereignissen, vor allem dort und dann, wo auch gesellschaftlich, weltanschaulich, politisch und religiös mitunter ganz andere Voraussetzungen, Regeln oder Gesetze gelten.

Und wenn dann noch der WM-Botschafter wie jener Salman in Katar kurz vor diesen sowieso umstrittenen Winter-Titelkämpfen mit seinen aus liberaler Sicht untragbaren Aussagen über die in seinem Land verpönte, ja bestrafte Homosexualität noch Öl ins Feuer gießt, dann ist in unseren Breiten bis hin zu den USA natürlich auch gleich Feuer am Dach. Und wenn dem so ist, wie es ist, dann geht es in unserer Gesellschafsordnung darum, sich möglichst kritische bis möglichst negative Kommentare möglichst prominenter Fußballer zu besorgen, die mit erhobenem Zeigefinger als sinnlose Drohgebärde wie Manuel Neuer oder Leon Goretzka signalisieren: „Inakzeptabel. Nein, nein, das geht gar nicht!“


Ja, was geht nicht? Kommt Herr Neuer, immerhin schon unterwegs zum Vierziger, erst jetzt wie viele seiner – ich würde sagen: dazu instigierten, also dazu angestifteten Kollegen – in seiner ganzen Schlauheit dahinter, dass im diesem streng muslemischen, arabischen Emirat andere Society-Regeln gelten als hierzulande? Wie viele Verbände, sprich: Fußballbosse all dieser Länder, sind nach der damals eher unerwarteten Wahl von Katar als WM-Schauplatz in der Wüste zu einem eher frühwinterlichen oder frühsommerlichen Zeitpunkt in ihrer Empörung aufgestanden, um zu sagen: Nicht mit uns, wir Brasilianer, Argentinier, Uruguayer, Engländer, Franzosen, Deutsche, Italiener usw. zeigen Flagge, wir spielen da nicht mit, ihr könnt´s eine WM machen, mit wem ihr wollt´s, aber ohne uns, wir boykottieren Katar! Wenn, dann muss mir das entgangen sein…

Ja, man hat immer wieder gelesen oder gehört, unter welch unmenschlichen Bedingungen da eher Fremd- denn Gastarbeiter da missbraucht, wenn nicht zu Tode gekommen wären, aber was war die Quintessenz? Es ging bei einem Ohr rein und beim anderen wieder raus, vielleicht auch deshalb, weil ein bisschen – nur eine Vermutung ohne irgendeinen Beweis – was an Kleingeld im Spiel war. Und es ja schon im alten Rom hieß: Pecunia non olet, auf Deutsch: Geld stinkt nicht! Wenn von Neuer bis anderen Granden des internationalen Fußballs jetzt plötzlich kritische Töne angeschlagen werden über Zustände, mit denen sich die genannten Herrschaften nicht identifizieren könnten, dann hätten sie alle ja schon längst aufstehen und sagen können: Freunde, unter diesen Umständen bin ich nicht bereit, bei einer WM zu spielen oder im Tor zu stehen! Mein Herz schlägt für die Unterdrückten, ich bleib daheim!

Ja, da hätten sie alle zeigen können, wes  gesunden Geistes, starken Mannes und reinen Gewissens sie sind! Stattdessen aber gibt´s nur Lippenbekenntnisse ganz nach dem Wunsch und Willen derer, die den
Pseudokritikern ihre suggestiven Fragen stellen. Und solche Kritik ohne Konsequenzen ist nicht nur schnell dahingesagt, sie kostet auch nichts und tut alles, nur nicht weh. Schon vor dieser durchaus umstrittenen WM hab´ ich dabei manch großen Star als Weltmeister an Heuchelei ertappt!

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