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Kleine Bewegungseinheit als großer Wurf – gut gebrüllt, Herr Sportminister?

Wer mit Kritik nie spart, muss dann und dort, wann und wo es angebracht ist, auch dementsprechend loben. Just jetzt, da der Staat aus den verschiedensten Gründen auch finanziell schon zu ächzen und zu stöhnen beginnt, hat uns der Vizekanzler und bisher als Sportminister so gut wie inexistente Werner Kogler mit einer durchaus begrüßenswerten Initiative überrascht. Ausnahmsweise zumindest vordergründig nicht mit einer Millionenspende für den wachsenden Gender-Wahnwitz oder ähnlich teurer Political Correctness, sondern einem kleinen, aber bundesweiten Pilotprojekt einer täglichen Bewegungseinheit statt der einst geforderten täglichen Turnstunde von Volks- bis (hoffentlich auch) Mittelschulen.

Und mit ins Boot hat der grüne Kogler dabei auch den roten Sport-Austria-vormals-BSO-Chef und Ex-Burgenland-Landeskaiser Niessl geholt, der dafür sorgen soll, dass ausgebildete Trainer statt in die Jahre gekommene LehrerInnen der immer mehr zur Untätigkeit und Fettleibigkeit neigenden heimischen Jugend gesündere Beine machen. Wenn nötig oder möglich abseits vom Normalunterricht, um auch sanitären Anforderungen gerecht zu werden. Und wenn da wie dort aus welchen Gründen immer eine ungeliebte Stunde zu ein paar Minuten Bewegungsfreude schrumpfen, so hätte das auch mehr für als gegen sich.


Also könne auch aus Sicht des begeisterten Sturm-Fans, aber verhinderten Fußballprofis Kogler niemand ehrlichen Herzens und innerer Überzeugung dagegen opponieren. Es wäre also, zumindest beim Status Quo, fast schon so etwas wie die berühmte Quadratur des Kreises, die da ihm und seinen Kommilitonen gelungen wäre. Und obendrein, wie er in (s)einer Pressekonferenz betonte, durchaus finanzierbar, vorerst mit jeweils zwei bis drei Mille pro Jahr, wobei der Staat wohl noch ein bisserl mehr in den Säckel greifen würde oder müsse, wenn´s nicht ganz reichen sollte.

Wie gesagt, es hört sich alles sehr gut an, was da angekündigt wurde, es hat auch Hand und Fuß, obschon die Idee von der Einbindung der BSO, jetzt Sport Austria, einem weit schönerem Mascherl, ja nicht auf dem Kogsi-Mist gewachsen ist, sondern schon vor Jahren, wenn nicht Jahrzehnten von Experten angeregt worden war. Und vergessen wir nicht, dass es sich vorerst einmal um ein Pilotprojekt in einem kleinen, feinen Rahmen handelt, das die schöne Theorie erst in die Praxis umsetzen muss. Und vergessen wir vor allem nicht, dass beim Stand der Dinge ja niemand vorhersehen oder gar sagen kann, wie lange der gute Werner Kogler in einer seiner Doppelfunktionen überhaupt noch im Amt ist.

Das sind jedenfalls aktuell unbeantwortete Fragen, die im Raum stehen. Nichtsdestotrotz war´s auch nach zwei Jahren an Stillstand zu und bei diesem Thema aller höchste Eisenbahn, dass sich in der Frage der täglichen Bewegungseinheit etwas bewegt. Abwarten, ob der Zug wirklich abfährt oder irgendwann, wie so viele andere, auf dem Abstellgleis landet…?

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