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Tennis-Starlet Julia Grabher oder: Wer das Kleine nicht ehrt, ist das Große nicht wert

Des einen Leid, der anderen Freud. Während der Austro-Kroate Filip Misolic beim Lissabon-Challenger im Semifinale wegen Hüftschmerzen das Handtuch werfen musste, steht die Dornbirnerin Julia Grabher beim 60.000-Dollar-ITF-Turnier in San Sebastian (Spanien) im Semifinale – und wenn richtig gerechnet wurde, im WTA-Ranking erstmals sogar unter den Top 90! Das ist aller Ehren wert, gar keine Frage. Julia sammelt nach dem Motto: Ehrlich, aber mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, bei gut ausgesuchten Turnieren immer wieder wertvolle Pünktchen, um so auf der Erfolgs- und Karriereleiter sozusagen Schritt für Schritt nach vorn zu kommen. Alemannischer Grundsatz, der einiges für sich hat: wer das Kleine nicht ehrt, ist das Große nicht wert!

Wer Grabher und Dornbirn sagt, der denkt unwillkürlich auch an Tamira „Mimi“ Paszek, einst eine Grand-Slam-Juniorenfinalistin, in ganz jungen Jahren als dreimalige Turniersiegerin zum Weltstar in spe hochgejubelt, inzwischen aber wohl für immer in der Versenkung verschwunden. Mag sein, dass das Schicksal der von privaten Problemchen und Verletzungspech gebremsten, verhinderten Himmelstürmerin ein Alarmsignal für die Nachbarin war, nichts zu überstürzen oder sich gar körperlich wie mental zu überfordern. Nein, nein, zu den Wunderkindern der Szene gehört Julia Grabher ganz sicher nicht, hinter den noch kleinen Brötchen, die sie sportlich backt, stehen nämlich harte Arbeit, viele Trainingsstunden, große Selbstdisziplin und auch eine schöne Portion an Ehrgeiz, um ihre realistischen und nicht utopisch gewählten Ziele zu erreichen.


Wozu der Mid-Twen noch fähig ist, das lässt sich ad hoc weder ahnen noch prophezeien. Was in ihr alles steckt, das müssen dann Turniere nicht der fünften Ebene zeigen, sondern die höheren Stufen vom 125er über 250er, 500ers bis zu 1000ern und Grand-Slams. So wie jetzt Punkte bei kleineren Events, so wird Grabher bei den größeren Turnieren vor allem Erfahrungen sammeln und auch die richtigen Schlüsse aus vielleicht bitteren Lektionen ziehen müssen, um sich einen Fixplatz im Establishment des Damentennis zu sichern. Der oft nicht zauberhafte, sondern steinige Weg muss für Julia das nächste Ziel sein – über einen erhofften Finalsieg in San Sebastian hinaus!

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