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Fussball

Trotz Tor in aller letzter Minute blieb Rapid in Baku eine Grünweiß-Karikatur

Man soll den Tag vor dem Abend weder loben noch verfluchen! Wenn ich aber höre und lese, mit welch selbstzufriedener und einem fairen Fußballgott dankender Genugtuung der Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer das 1:2 in allerletzter Minute gegen eine Mannschaft wie Neftci Baku quittiert, dann verstehe ich die Welt nicht mehr! Wie der heimische Rekordmeister – schwüle Hitze hin, eingespielte Hitze her – eine Zeitlang am Rande einer kapitalen PIeite spazierte, das trieb einem auch aus der klimatisierten Fernseh-Distanz die Schweißperlen auf die Stirn!

Abgesehen von einem Lattenschuss und einem ausgebliebenen Elferpfiff hätte es bei besserem Visier des mit Legionären gespickten aserbeidschanischen Meisters schon mehr als nur einmal bei den Konterattacken klingeln und zudem bei einem strengeren Referee auch eine rote Karte geben können. Gegen die Nummer 1 Aserbeidschans, alles andere denn eine Fußballgroßmacht, die schon ins Schwärmen kam, dass Netftci Baku den zypriotischen Star-Klub Limassol aus dem Weg räumte…


 Ja, weit hat es Rapid gebracht in den letzten Jahren. Mag sein, dass die Konten wieder stimmen, aber sportlich und fußballerisch ist Schmalhans Küchenmeister. Der Auftritt der Grünweißen, bei denen von vorn nach hinten und retour so gut wie nichts klappte, nur Torhüter Hedl viel Schlimmeres verhinderte, trug peinlich-blamable Züge, n icht würdig eines Rekordmeisters. Auch das Anschlusstor des alten, neuen, bei St. Pauli mittlerweile ausrangierten Torjägers Burgstaller hat das letztlich kaum wegwischen können, auch wenn es Rapid die fast schon verjuxte Überlebenschance gibt. Jener Burgstaller, der bis zu seinem so wichtigen Treffer zum 1:2 wie eine unsichtbare Gefahr gewirkt hatte, ehe er das womöglich in der Conference League doch noch rettende Tor erzielte.

Auch wenn es die Auswärtstorregel nicht mehr gibt und wenn ein so knappes Resultat in Baku die Hoffnung zwangsweise nährt, dass es mit dem Aufstieg doch noch klappen könnte, sollte man bei aller Zuversicht doch Vorsicht walten lassen. Wie leicht die an Klasseleuten wahrlich nicht gesegneten, in der Offensive alles andere denn starken Rapidler in blitzschnellen Umschaltaktionen ausgekontert werden können, das hat Neftci Baku ja immer wieder demonstriert.

Also gilt vor dem Rückspiel, was eingangs nach dem Auswärtsspiel gesagt wurde. Man darf den Tag vor dem Abend weder loben noch verfluchen. Abgerechnet wird nach dem Schlusspfiff. Zumindest, was die Conference League betrifft, den Anker für die sonst Gestrandeten. Ob mit der Qualität aber aus Rapid je wieder Rapid wird, das wage ich nach dem TV-Lokalaugenschein einer Rapid-Karikatur gegen mehr oder weniger Nobodys aus Baku zu bezweifeln.  

 

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