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Von ganz anderen Mutationen und einem Felix als Vorbild in Rotweißrot

24. Dezember. Heiliger Abend? Für viele Wintersportler eher eiliger Abend! Kurzer Hupfer nach Haus zu Familie, Christbaum, Geschenke und Kekse, ehe es schon wieder weiter geht: Lienz, Bormio, Tournee, kleine oder große Meisterschaften rufen, die meisten ohne Zuschauer, wie gehabt, seit uns Corona alle Jahre wieder beschert. Der Sport ist, sarkastisch formuliert, in Wellenbäder geraten. Covid19, das war ebenso gestern wie Delta. Jetzt ist Omikron an der Reihe, diese noch ansteckendere, laut Entdeckerin allerdings weit harmlosere Variante. Ist´s ausgerechnet diese, die auch unsere Skistars, Kicker und wer weiß, wen noch aller, in den Schwitzkasten genommen oder ohne Symptome außer Gefecht gesetzt hat? Ja, diese verdammten Mutationen, virologisch, epidemiologisch, medizinisch gesehen.

Aber – und jetzt sind wir beim Christkind, von dem man sich ja auch sportlich was wünschen darf, ehe es ins Olympia-, WM-, EM- oder auch nur Play-off-Jahr geht. Ja, da wär´s nicht schlecht, würd´s über Weihnachten die eine oder andere „Mutation“ geben, was Fitness und Form, Technik und Taktik, Selbstvertrauen und Selbstverwirklichung betrifft, Stolz und Selbstkritik, reale Ziele statt utopischer Träume anbelangt. Bei den Sportlern, Trainern, Funktionären, aber auch bei denen, die sie medial hochjubeln oder niedermachen, wie es unserer barocken Seele mit Ost-Westgefälle halt entspricht.


Zu denen, die nur einen kurzen Heimaturlaub machen, gehört auch der frischgekürte Kraulweltmeister Felix Auböck, den ich nicht nur meiner Jahrzehnte langen, auch der Gesundheit geschuldeten Verbundenheit mit dem Schwimmsport als Vorbild für viele österreichische Sportler nur empfehlen kann. Weil er hierzulande auf keinen grünen Zweig gekommen war, verließ der furchtlose Fast-Zweimeter-Riese das gewohnte Nest, um fern der Heimat, nämlich in Deutschland, die Matura, Pardon: das Abitur, zu machen, um dann als sensationeller EM-Vierter in Ann Arbor (Michigan) zu studieren, mit Auszeichnung abzuschließen, sich kurz daheim umzusehen, keinen Sponsor zu finden und nach England einerseits zu Gold- und Silbertraining, andererseits zum Master-Studium zu übersiedeln. Möglich, dass er bei der Langbahn-WM in Fukuoka (Japan) im Mai schon beides ist – Wötmasta und Masta im dialektischen Duett. 

Für Auböck ging es darum, stets (s)ein klares Ziel vor Augen zu haben, selbst dann, wenn es statt Siegesfanfaren und Bundeshymnen nur die schlimmste aller Blechtrommeln gab. Diese visionäre Konsequenz, werte Sportfreunde und Blog-Leser, würde ich vielen anderen heimischen Sport-Talenten an diesem Heiligen Abend wünschen. Dann könnte man getrost des Öfteren sagen: Tu Felix Austria, bist gesegnet mit großen Söhnen – und Töchtern. Das muss in politischen Korrektheit natürlich gesagt sein!

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