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Wegen der Angst-Spiele Tokio: Geht Olympia gar den Bach runter…?

Ich denke, dass ich kein Geheimnis verrate, wenn ich behaupte, dass viele in meiner Person samt Blog-Version einen Verschwörungstheoretiker sehen. Eine nicht unbedingt schlechte Nachred´, mit der ich durchaus gut leben kann. Angesichts der Sommerspiele in Tokio schlagen unbewusst meine Verschwörungsantennen an, die mir sagen, dass Olympia seine Schatten (-Seiten) vorauswirft. Wenn ich sehe, welch Mega-Events inzwischen in fast aller Welt vor nicht immer vollen, aber immer volleren Häusern sehr wohl in Szene gehen, vom Westen der USA über die britische Insel bis in den Osten von Europa, zum Teil sogar bei steigenden Inzidenz-Zahlen, dann…. Na, was dann?

 

Ja, dann frage ich mich, wie in einem größtenteils auf höchste Sauberkeit und größte (Herden-)Disziplin gedrillten, hochentwickelten Inselreich der Söhne und Töchter Nippons im Countdown zu solch einem medial weltumspannenden Großereignis die Pandemie mit Einschränkungen, aber auch Impfaktionen a la USA oder Europa einfach nicht in den Griff zu kriegen war? Irgendwann und irgendwo hat´s bei mir da geschnackelt, weil ich mir gedacht hab`: es kann doch nicht sein, was nicht sein dürfte, hätten alle Seiten seit mehr als einem Jahr an einem Strang gezogen statt das eine immer wieder in regelmäßigen Abständen mit einer neuerlichen Absage gedroht hätte. Dazu kam ja auch noch eine wohl nur politisch korrekte Entfernung eines olympischen „Hardliners“ zugunsten einer neuen OK-Chefin, die zumindest den kolportierten Meldungen nach ein ums andere Mal vor der politischen Olympia-Opposition in die Knie geht.


Unsereins hat einige kleinere bis größere Boykottspiele erlebt, in München und Montreal ohne einige Afrikaner, in Moskau 1980 ohne der US-treuen Westallianz, in Los Angeles 1984 wieder ohne Sowjets und ihren Satelliten, dafür aber mit Chinesen und Ceaucescu-Rumänien. Ja, damals hat der einigende olympische Geist diese Angriffe alle überstanden und dabei so viel Duft verbreitet, dass er die reichsten der reichen Profis mit ins Boot holte. Aber jetzt, da auch eine bewusst geschürte Angst vor Covid19, vor Pandemie, Infektion und Inzidenz ebenso wie die Aversion gegen leere Tribünen oder fehlendes Ambiente zu einer Absagen-Flut populärer Megastars führt, stehen die Olympischen Spiele mit dem Rücken zur Wand.

Und wenn ich den Vergleich zu Altvorderen aus einer anderen Zeit mit anderen Regeln ziehe, von edlen Rittern, reichen Träumern a la Brundage bis zu adeligen Polit-Millionären a la Juan Antonio Samaranch, der die Tore für Profis und Kommerz geöffnet hat, dann wundert´s mich nicht, dass das IOC unter deutscher Führung buchstäblich den Bach runtergeht. Andere Chefolympier waren konservative Bewahrer oder zukunftsorientierte, ziemlich freie Geister, beim früheren Goldfechter aus Tauberbischofsheim hingegen wird man des Eindrucks nicht los, dass es sich bei ihm um einen Getriebenen des Zeitgeistes handelt. Oder, um es flockig-salopp zu sagen: Thomas Bach hat etwas von einem Wendehals an sich, der meint, wenn Hinsichtl und Rücksichtl am Werk sind, dann würde das Werkel schon so rennen wie immer.

Ich bin mir nicht sicher, wie über Tokio, vielleicht noch Peking (2022, Winter), Paris (2024) und Los Angeles (2028/Sommer) hinaus die olympische Bewegung so gut leben will wie in vergangenen Zeiten. Wer immer dahintersteckt, ich werde das Gefühl nicht los, dass die Daumenschrauben längst angesetzt sind. Zurück bleibt die Frage, was nach dem Ausschluss der Zuschauer und der Atmosphäre als nächster Akt in diesem Drama kommt. Darum sei ganz ohne Verschwörungstheorien gewarnt: Wehret im Interesse auch des klassischen Sports diesen Anfängen…

 

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