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Wie man einem erfolgreichen Sportverein wie dem Kitzbüheler Ski-Club auf die Zehen tritt

Kaum kommst du in deine zweite Heimat, die Kitzbühel heißt, kaum machst du einen Blick in den regionalen Platzhirschen in Tirol, dann kommst du aus dem Staunen nicht heraus.  Acht Jahrzehnte nach dem ersten Hahnenkammrennen soll nun der Veranstalter, der Kitzbüheler Ski-Club, als gemeinnütziger (Sport)-Verein in die Steuerpflicht genommen werden. Zumindest hat das jetzt die Finanz beschlossen, an deren Spitze ein Mann steht, der selbst bis vor kurzem noch Präsident des Tennis-Verbandes gewesen war und daher mit der Vereins-Materie an sich besonders gut vertraut sein sollte.

Es handelt sich, schwer zu erraten, aber kaum zu glauben, um Magnus Brunner, also einen ehemaligen Top-Sportfunktionär, der offenbar grünes Licht zu den Ermittlungen und dem erstinstanzlichen Urteil gegeben hat. Noch schlimmer wäre es, wäre das alles hinter seinem Rücken und ohne sein Wissen auf Betreiben jener eindeutig punzierten Politiker beschlossen worden, denen Personen oder Veranstalter suspekt sind, die besonders erfolgreich arbeiten, wirtschaften und damit auch ziemlich unabhängig sind von politischen Instanzen.

Ja, so etwas ist natürlich verwerflich und kann nicht so einfach hingenommen werden in Zeiten wie diesen, in denen die Politik(er) ja auch mit allen Mitteln und medialen Erfüllungsgehilfen versuchen, sich auch des an sich autonomen olympischen Sports, sprich: ÖOC, zu bemächtigen. Ob das, was ich am Samstag, 24. Juni 2023, in der „Tirol-Times“ (TT) von und über den Kitzbüheler Ski-Club gelesen habe, noch aktuell oder aber schon wieder hinfällig ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

Wenn es aber noch immer zutrifft, dann könnte ja durchaus sein, dass auch andere gemeinnützige Vereine, die noch dazu schwarze statt roter Zahlen schreiben, auf der Hut sein müssen vor dem Finanzministerium und/oder gar der Steuerfahndung nach dem Motto: Es kann doch (nicht erfolgreich) sein, was (nicht erfolgreich) sein darf. Wenn ich das auf dogmatische politische Partei-Forderungen umsetze, dann erinnert mich das KSC-Szenario an den Ruf hintenrum nach einer Reichen- oder möglichst hoher Vermögenssteuer.

Und da Kitzbühel mit dem weltweit berühmtesten Skiklassiker auch für Millionenumsätze und dazu auch noch für (nicht gerade atemberaubenden) Gewinn gesorgt hat, hat es natürlich auch den Neid der Besitzlosen geweckt. Aber das ist nicht nur im Sport etwas Neues, neu hingegen ist, dass es einen Sportminister gibt, der sich zwar gern im mehr oder weniger großen Glanz unserer (Ski)-Sportler sonnt, aber den Sport und gemeinnützige Sportvereine nicht schützt!

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