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Wozu X für U vorgaukeln, das verbesserte Schwimmer nimmer nötig haben?

Der Auftakt zur Kurzbahn-EM der Schwimmer im fernen Kazan, einer 1,3-Millionen-Stadt in Sibirien, verlief aus heimischer Perspektive insofern erfreulich, dass sich mit Lena Kreundl (100m Brust in 1:06,20) und Simon Bucher (100m Delfin in 50,78) ein Duo sowohl fürs EM-Semifinale qualifizierte als auch das Kurzbahn-WM-Limit für Abu Dhabi packte – wie übrigens auch Lena Opatril über 800m Kraul in persönlicher Bestzeit (8:37,79/B-Limit/Platz 14 unter 20). Das ist mit kleinen Abstrichen aller Ehren wert, was wiegt, das hat´s und vielleicht gibt´s ja noch einen Endlauf, wenn etwa der junge Bucher, Linzer aus Innsbruck, noch ein bisserl was zusetzen und abzwicken kann.

Kurzum, das sind Leistungen, über die man nicht diskutieren muss – im Gegensatz zum fast schon traditionellen Hang heimischer Sportverbände, auch den Medien angesichts mitunter mangelnden Fachwissens ein X für ein U vorzumachen, also falsche Tatsachen vorzuspiegeln, um sich noch viel besser darzustellen und auszuschildern, als es die ersten positiven Resultate sowieso getan haben. Davon zu reden und in der OSV-Homepage zu schreiben, dass die 4x50m-Kraulsprint-Staffeln der Damen wie der Herren für das EM-Finale qualifiziert sind, gaukelt nämlich vor, dass sie das mit guten Zeiten geschafft haben. Und eben das ist nicht der Fall, weil es für die zehn Finalbahnen jeweils nur neun Nationalteams gab, die rotweißroten Quartette in einer zudem nicht olympischen Kürzest-Sprint-Staffel also ohne Vorlauf automatisch im Endlauf am Start waren. Lachhaft.


Ja, so kann man sich täuschen oder aber getäuscht werden, was bei der mittlerweile durchaus gehobenen Durchschnitts-Qualität der heimischen Elite alles andere denn nötig ist. Da wir dort haben Österreicher(innen) zwar schon zur europäischen Mittel-, wenn nicht sogar Spitzenklasse (Auböck, Grabowski, Rothbauer, Reitshammer, Bucher, Kahler) aufgeschlossen, um aber in ernsthaften, olympischen wie WM- Staffelbewerben (4x100m Kraul/Lagen, 4x200m Kraul) im Ernstfall auch in Endläufen mitmischen zu können, fehlt es vorderhand immer noch an Masse an Klasse. Und die wie das lässt sich mit nicht ganz so tollen Endläufen ohne Qualifikationen nicht weg schreiben oder weg reden. Es ist gut genug und genügt auch, individuelle (Best-) Leistungen zu würdigen.

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