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Motorsport

Aktueller Trend: Hoch Ferrari, nieder mit Sexismus auf Formel-1-Tribünen

 Die Ferraristi und Tifosi, in Spielberg seit fast 20 Jahren frustriert, dürfen endlich aufatmen. Mit Charles Leclerc hat zwar kein Italiener den Österreich-GP gewonnen, sondern ein Monegasse einen Steinwurf von der italienischen Grenze entfernt, aber was soll´s – ein roter Renner war in der Höhle des Löwen, Pardon: der roten Bullen, endlich wieder vorn als Gruß an Michael Schumacher, den letzten Ferrari-Skandalsieger auf Kosten von Rubens Barrichello.

Ja, damals gab´s einen Wirbel um die Stallorder, die inzwischen wieder gang und gäbe ist in der Formel 1, von der ich meine, dass sie über geschäftliche und televisionäre Interessen hinaus ein totaler, energieverschwenderischer Anachronismus ist. Diesmal wurde von einem Teil der Medien ein ganz anderer Frevel in den Mittelpunkt gerückt, zu dem – auch keine Überraschung – der heuer ziemlich entzauberte 7-malige Weltmeister Hamilton seinen Senf gab. Und worum ging es? Was wurde skandalisiert? Eine so frivole Unsportlichkeit wie jene des Exweltmeisters Vettel, der eine Pilotensitzung vorzeitig verlassen und damit die Vorbildwirkung verletzt hatte? Irrtum! Es ging nicht um Sport, nein: es ging um, Sexismus und Rassismus auf den Tribünen, wo bekanntlich das feinste Konzertpublikum der Welt sitzt, das nur klatscht, wenn´s erlaubt ist, nie pfeift, nie schreit, nie schimpft, nicht wahr. Von Fans, in deren Adern überrieben formuliert mehr Benzin als Blut fließt, schlichtweg zu verlangen, dass sie sich wider jahrzehntelange Tradition politisch korrekt verhalten, also alles verbeißen, was ihnen auf der Zunge liegt, das grenzt an realitätsferne Lächerlichkeit, wie sie nur verlängerten politischen Armen einfallen können.


Wenn diese von völlig falschen Voraussetzungen ausgehende Entwicklung anhält, dann wird eine Minorität in Zukunft der Majorität auch im Sport vorschreiben, dass es – semantisch schon untragbar in Kriegszeiten wie diesen – keine Zweikämpfe, keine Bodychecks, keine Fouls und damit auch keine Strafen mehr gibt im Sport, sondern nur noch zweikampflose Bubis und, vielleicht oder auch nicht, Mädis, worüber wir uns aber, ohne des Sexismus beschuldigt zu werden, nicht weiter auslassen wollen. Aber der ganz normale Wahnsinn, der uns diktiert, was gerade noch akzeptabel ist an Worten, Witzen, Wahrheiten, ist leider nicht mehr aufzuhalten. Jetzt bin ich schon gespannt, was demnächst von den Gutmenschen, zu denen neuerdings auch Lewis Hamilton als aktueller Champion ohne Portefeuille gehört, ins Visier genommen und abgeschafft wird. Man ist auf alles gefasst. 

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