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Liensberger Slalomdamen und Haaser – Happy End als Vorschuss fürs Olympiajahr

 Ende gut, alles gut! Ja, welch ein Happy End für die österreichischen Ski-Damen beim Heimrennen in Lienz mit dem ersten Podestplatz in einem technischen Bewerb in dieser Saison. Unglaublich, dass in Abwesenheit von Mikaela Shiffrin nur die aktuell überragende Slalomkanone Petra Vlhova schneller war als die von ihrer Corona-Infektion kaum erholte, nach dem kraftraubenden Riesenslalom-Comeback noch erschöpfte Weltmeisterin Katharina Liensberger!

Ja, eine unglaubliche Leistung der Vorarlbergerin trotz Krankheitsschwächung und Trainingsdefizit, die mehr als nur ein Vorschuss für die kommenden Rennen im Olympiawinter sind. Und natürlich, wenn sie fit und gesund bleibt, auch für die Medaillenkämpfe nördlich von Peking, auch wenn´s ohne Europa- und Amerika-Fans ähnliche Geisterrennen sein werden wie schon in Korea vor vier Jahren, weil der Skirennsport halt dort ein ähnliches Nischenprodukt ist wie hierzulande trotz Olympiagold, WM- und EM-Titeln der Eisschnelllauf.


So wichtig wie die ebenso sensationelle wie spektakuläre Auferstehung von Liensberger war der Mannschaftserfolg der Slalomdamen mit den weiteren Kathis im Spitzenfeld – die Kärntner Bauerntochter Truppe als Vierte mit Laufbestzeit im Finale nur knapp am Podest vorbei, die nach Kreuzbandriss langsam wieder in Form kommende und Selbstvertrauen tankende Olympiadritte Gallhuber auf Platz 6, dazu noch die vierte Kathi, nämlich Huber (15.) und mit Marie Theres Sporer (17.) auch eine Mittzwanzigerin, die nach Verletzungen und Depressionen aus dem Rücktritt vom Rücktritt Verletzungen kommt, um allmählich Vorschusslorbeeren einzulösen, denen hingegen die im WM-Winter noch konstant starke Chiara Mair (23.) immer noch nachfährt.

Sensation Haaser verdrängte Chanp Kriechmayr auf Platz 3. Katharina Liensberger (2.) feierte Sensations-Comeback.

Eine starke Mannschaft mit einer starken Führungsfigur, das ist der Stoff, aus dem in der Regel (mit Ausnahmen) die Erfolge sind. Und dazu scheint sich vorerst in den Technik-Disziplinen das rotweißrote Slalom-Team der Damen nach anfänglichen Problemen wieder geformt zu haben. Wo eine oder einer, die andere oder den anderen anspornt, dort stellt sich über kurz oder lang Fortschritt ein. Und wo er unübersehbar ist, dort führt er schnurstracks aufs Podest.

Was für die Damen gilt, das trifft auch auf den immer noch jungen Raphael Haaser vom Achensee zu, der zum ersten Mal in Bormio mit Mut zum Risiko und Vertrauen in sein Potenzial als Zweiter aufs Podest raste – vor Weltmeister Vinzenz Kriechmayr. Es ist mehr als ein Hauch an Zukunft, die hoffentlich doch bald auch mit neuen Sternen beginnt, die endlich vom Himmel fallen. Das Happy End im alten Jahr jedenfalls macht Lust und Hoffnung aufs Olympiajahr 2022.

 

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