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Memento Mori Ivana Trump: Erinnerungen ans tschechische Skisternchen Zelnickova

Weil zuletzt des Öfteren von unserem Hauch Schwejk namens Kurt Matz die Rede war, möchte ich ein kurzes Memento Mori, das vielleicht interessiert, anknüpfen. Nicht nur, weil die Einladung zu Seelenmesse und Beerdigung in New York, Manhattan, 67th Street, zu spät in Kufstein hereingeflattert war, auch der aktuellen Fluguntauglichkeit wegen hätte unser postoperativer Diplomingenieur seiner alten tschechischen Freundin Ivana Trump, geborene Zelnickova aus Zlin, nicht die letzte Ehre erweisen können. Die langjährige, erste Ex des Ex-US-Präsidenten hatte einst nicht nur an der Karls-Universität in Prag mit “Techniker” Kurt (allerdings Sport) studiert und mit ihm und Freunden auch trainiert. Wie jenes von Matz, so schlug auch Ivanas Herz von Kindesbeinen an für den Skisport, der schlussendlich ihr ganzes Leben bestimmen sollte.

Als passionierte, talentierte Jugend- und Nachwuchsläuferin schaffte es Ivana Zelnickova bis zum Europacup und mehrmals sogar in die Beletage des Weltcups, wo sie sich mit Granden und Größen, darunter auch der Ikone Karl Schranz, anfreundete. Durch eine damals mögliche Vernunft-Ehe mit dem österreichischen Skilehrer Winklmayr schaffte es Ivana über den Eisernen Vorhang nach Österreich und zu einem österreichischen Pass, mit dem sie wenig später anno 1971 auch in Kanada einreisen durfte. Dann ging´s flott voran.


Erst wieder vereint mit Jugendfreund Jiri Syrovatka, dazu Scheidung von Winklmayr (1973). Dann nicht mehr Skisternchen, sondern als blondes Gift ein gefragtes, sportaffines Model. Wie etwa als fesches „Testimonial“ für die Sommerspiele 76 in Montreal, für die damals in New York die Werbetrommel gerührt wurde. Und dabei lief Ivana dann „The Donald“, dem damaligen Immobilien-Tycoon Trump, über den Weg, Pardon: Laufsteg. Liebe auf den ersten Blick als Wink des Schicksals. Trump lud die vermeintliche Ski-Anfängerin Ivana nach Aspen zum Skilaufen ein – und wurde dort von der Rennläuferin eines Besseren belehrt und bekehrt. Sie zeigte ihm, wo es lang geht. 1977 wurde geheiratet, von Ivana stammen die ersten drei Trump-Kinder, zwei Söhne und Tochter Ivanka.

Die Ehe ging 1991 mit lautem Getöse auch Trumps Seitensprüngen wegen in die Brüche, Ivana wurde mit Millionen und Plaza-Hotel am Central Park abgefunden, sie ging weitere Ehen ein, blieb aber für immer die erste Trump und als Society-Objekt im Fokus der Regenbogenpresse. Welch Ironie des Schicksals, dass eine wie Ivana (73), die über so viele schwierige Pisten geteufelt war, bei einem banalen Treppensturz im Haus an der Upper Westside Manhattans ums Leben kam. Ihr Tod sorgte natürlich vor allem in den USA und in den Tabloids für Schlagzeilen, sie selbst hatte noch testamentarisch vorgesorgt, dass SportlerInnen zu ihrem letzten Weg eingeladen würden, etwa 30 bis 40 sportliche Wegbegleiter, Schrittmacher, alte Freunde – auch solche wie Kurt Matz, den sie zuletzt bei der Nordischen Ski-WM 2009 in Liberec getroffen hatte.

Auf der FIS-Homepage hingegen hab´ ich keine Silbe gelesen, dass die als Ex eines Ex- und womöglich wieder kandidierenden US-Präsidenten prominente Ex-Skirennläuferin unter tragischen Umständen ums Leben gekommen ist. Ohne Ski, also Brettln, wäre Ivana nie auf den Brettern der Welt- und Society-Bühne gelandet …

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