Skifahren

Pisten-Primus Hirscher als PR- und Verkaufsgenie, das seine Ski-Sache beflügelt

Marcel Hirscher war einer der besten und vielleicht sogar der erfolgreichste Skirennläufer aller Zeiten. Seit er in ziemlich frühen Jahren mit den Pisten auch seine Frau Laura verlassen hat, hat er sich in einem Marcel-Dampf in vielen Gassen verwandelt. Da fährt er, kaum von einem Beinbruch geheilt, in Rumänien ein Enduro-Race auf zwei Rädern. Dort testet er in Misano einen Audi auf vier Rädern, um fit zu sein für die „Taxler-Rolle“ beim DTM-Rennen am Wochenende am heimatlichen RedBull-Ring. Hirscher hier, Marcel da, er hi(e)rrscht überall. Ganz zu schweigen von der neuen Hauptrolle als Unternehmer in seiner angestammten Branche, sprich: als Skifabrikant, der nicht nur die Van-Deer-Marke aus der Taufe gehoben, sondern auch vertraute Insider der Szene wie Ex-Ski-Chef Toni Giger, zahlreiche Top-Serviceleute engagiert und, beflügelt von der Dosen-Energie, sich auch die ehemalige Croc- und dann Augment-Skiproduktion einverleibt hat.

Kurzum, der geübte Slalomartist Hirscher hat es geschafft, sich dank der alles, nur nicht kleinlichen Red-Bull-Hilfe sozusagen durch die Hintertür auch Zugang zum Austria-Ski-Pool und damit auch zu einigen etablierten Rennläufern zu verschaffen in der Hoffnung, mit ihnen geschäftlich als Testimonial als auch sportlich durch Topresultate so schnell wie möglich möglichst weit vorn oder gar um Siege zu fahren. Es handelt sich also um ein geschickt eingefädeltes, gut ausgetüfteltes, präzise organisiertes, im Eiltempo durchgezogenes Projekt oder perfekt geschnürtes (Gesamt)-Paket, hinter dem die Mateschitz-Millionen stehen, das aber untrennbar mit dem Namen Hirscher ebenso verbunden wie etikettiert ist. Mit ihm als mehrfachen Olympiasieger, Weltmeister und Rekord-Weltcup-Gesamtsieger wurde es über potente Medien-Partner in einem hohen Ausmaß einer breiten Leser-, Seher- wie Zuhörerschaft in regelmäßigen Abständen fast schon ans Herz gedrückt.

Nach der personellen Eigenwerbung, die Marcel Hirscher als mitunter unschlagbarer Seriensieger betrieb, hat er sich als Schlagzeilenlieferant in verschiedenster Form als PR- und Verkaufsgenie entpuppt, das des Geldes so viel wert zu sein scheint wie ehedem des Goldes. Man darf gespannt sein, ob auch dieses letzte Redbull-Modell mit und dank der Sieges-Lok sich über kurz oder lang so durchsetzt wie alle anderen von A bis Z durchdachten und zielorientiert durchgesetzten Sportprojekte des Dosen-Kaisers aus Salzburg. Für den Pisten-Primus i. R. aber gilt: Einmal Golden Boy, immer Nummer 1. Schon jetzt heißt´s ja inzwischen: Servus Hirscher statt Adieu Marcel!

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