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Wo Greißler-Mentalität regiert, werden Sport und Vernunft vom Winde verweht

Vom Winde verweht. Ein Klassiker. Nicht nur im Kino. Auch am Bergisel. Auch auf der Schanze. Auch im Skispringen. Auch bei der Vierschanzentournee. Auch heute wieder einmal. Nichts Neues im milden Westen, wo bekanntlich der Föhn des Öfteren ein Spielverderber ist. Ja, wenn der Herrgott net wü, dann … Irrtum, werte Blog-Freunde! Eine wetterbedingte, aber hausgemachte Absage bzw. Verlegung nach Bischofshofen. Einmal mehr ein Triumph der Politik(erInnen), die in manch sinnlose Projekte mehr als die etwa zwei bis drei Millionen stecken, die für eine Flutlichtanlage auf der von der inzwischen leider schon lange verstorbenen Stararchitektin Hadad umgebauten, mit allem Drum und Dran ausgestatteten Traditionsschanze nötig wären.

Natürlich, so wird das nur peripher informierte heimische Fußvolk fragen: „Wos brauch´ma des? Sollen´s hoit springen, wauns hell is!“ Aber das ist ebenso natürlich mehr als nur kurzsichtig, weil ja dieser ganze Bergisel-Komplex dann, wenn es nicht gerade für zwei Tage für das Tournee-Springen genützt wird, sowohl Trainingszentrum für die Sportler als auch eine des Abends mit Bühne gefragte Event-Location sein könnte, aus der sich meiner bescheidenen Meinung nach in Post-Pandemie-Zeiten ganz sicher wieder Kapital schlagen ließe – immer vorausgesetzt, es gibt von wem immer auch das Interesse, das zumindest zu versuchen!


Welche Politiker aber, die nicht in Zukunftsvisionen denken, sondern in ihrem kleinkarierten Wahljahres-Rhythmen leben, wagen sich schon an eine Millionen-Investition, die womöglich medial scharf kritisiert und von nur in Kurzzeit denkenden Normalverbrauchern abgelehnt wird? Nein, nein, da sagen wir lieber: Kommt nicht in Frage, nur über unsere Leiche! Dass eine auch und gerade vom Fernsehen nicht ohne Häme transportierte Absage (oder aber ein etwa halbierter, halbherziger Bewerb) dem Image der zweimaligen Olympia- und längst nicht mehr sportfreundlichen Tiroler Hauptstadt einen schönen Image-Schaden bereitet, darüber denkt eine Carpe-Diem-(Politiker)-Gesellschaft sowieso nicht nach.

Würde es am neuen Innsbruck-Wahrzeichen Bergisel ein Flutlicht geben, hätte man ganz sicher des Abends das dritte Tourneespringen durchführen können, da mit den Meteorologen auch die wetterfühligen Einwohner wissen, dass vom Föhn zu späterer Stunde nur ein Lüfterl bleibt. Und sich Innsbruck wie Oberstdorf, Garmisch und Bischofshofen zur TV-Primetime ins allerbeste Flutlicht hätte setzen können. Aber das ist und bleibt halt vorderhand nur Konjunktion, solange die Greißler-Mentalität regiert. Wäre allzu schön, würde auch die irgendwann vom Winde verweht …  

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